Demo: Freiheit statt Angst in Berlin

Am vergangenen Wochenende ging ich zur  „Freiheit statt Angst„-Demonstration in Berlin, auf der gegen Vorratsdatenspeicherung, Überwachung und die mangelhafte Aufarbeitung des NSA-Skandals protestiert wurde. Meine letzte aktive Demoteilnahme war lange her. Wenn ich mich recht erinnere, war es damals  darum gegangen, Kurt Georg Kiesinger als Bundeskanzler zu verhindern. Hat, wie man heute weiß, nicht sonderlich gut geklappt.

Nach langer Demopause also diesmal gegen Schindluder mit unseren Daten. Ich sah viele Menschen in Treckingsandalen, viele davon mit zusätzlichen Socken. Doch die Wut über das systematische Ausspioniertwerden und die lasche Haltung der Politiker dazu, einte an diesem Tag Menschen mit unterschiedlichsten Modevorlieben und Geschmäckern.

Nach ein paar Reden u.a. von Jacob Appelbaum  (einpeitschend, aber auch ein wenig anbiedernd) und Verbraucherschützer Gerd Billen (einschläfernd, dafür weniger anbiedernd) zog die Menge – die keineswegs nur aus Systemadministratoren und Onlinegamern bestand – vom Alexanderplatz aus eine zweistündige Schleife durch Berlin-Mitte. Die Angaben zur Anzahl der Teilnehmer gingen weit auseinander und reichte von 4800 (Polizei) bis zu 20.000 (Veranstalter).

Ich selbst hörte irgendwann zu zählen auf und fotografierte lieber ein paar lustige (und ein paar nicht so lustige) Demo-Transparente. Eine kleine Auswahl findet Ihr in unserer Bildergalerie:

Christoph Koch
Christoph Koch ist die Berliner Außenstelle der NEON- und Nido-Redaktion und liebt es, von sich in der dritten Person zu schreiben. Er überlegt deshalb, hauptberuflich Biografiekästchenausfüller zu werden.
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