Geht doch fremd! Oder nicht?

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Es ist so: Wer jemals in einer Beziehung war, es gerade ist oder noch vorhat in einer zu sein, muss sich mit der Frage beschäftigen, wie das eigentlich ist mit dem Fremdgehen. Schon alleine, weil es so oft passiert. Oder auch, weil man plötzlich und unverlangt Sex mit einer anderen will, oder weil es die Partnerin zu wollen scheint, oder weil der Partner offenbar schon dabei ist.

Wer liebt, den trifft das Verlangen nach jemanden, der nicht die Person ist, die man liebt, unvorbereitet. Man fühlt sich ein bisschen verarscht, denn so ist das nicht gedacht: Die meisten Menschen verabreden sich unausgesprochen zur Monogamie, wenn sie sich zusammen tun. Fremdgehen gilt als der ultimative Verrat, kurz vor heimlichen Kindern oder finanziellem Betrug.

Aber muss das so sein?

Als ich anfing, mich für die Titelgeschichte der neuen Ausgabe von NEON mit der Frage zu beschäftigen, ob es eigentlich realistisch oder gar wünschenswert ist, sich mit der Liebe auch sexuell zu binden, fragte ich in meinem Bekanntenkreis nach Erfahrungen zu dem Thema und sprach mit Leserinnen und Lesern von NEON. Und siehe da, kaum jemand hat sie nicht, von der einen oder der anderen Seite. Es gibt diejenigen, die noch in jeder Beziehung ausgerutscht sind und trotzdem beschwören, es müsse nur der Richtige kommen, dem sie immer treu bleiben könnten. Es gibt die Leute, die Treue nicht so wichtig finden, das mit ihrem Partner aber nie besprochen haben. Es gibt die Opfer von Lug und Betrug, es gibt die gnädigen Wegschauerinnen und die verhinderten Täter. Es gibt die Typen, die immer wenn sie betrunken sind darüber jammern, dass ihre Freundin sie davon abhielte, einfach mal eine tolle Frau in einer Bar abzuschleppen – aber eigentlich ganz genau wissen, dass ihre Chancen bei der tollen Frau an der Bar nicht so besonders umwerfend sind. Auch in unserer Community gibt es viele Texte zum Thema.

Auch Manchmal ist es so, wie es die französische Schriftstellerin Marguerite Duras geschrieben hat: »Keine Ehe widersteht einem Unbekannten, der die Bar betritt.« Selbst wenn eigentlich alles bestens passt, kann das Bekannte frustrierend sein. Kommt in so einem Moment der passende Unbekannte ins Spiel kann es gefährlich werden – oder auch aufregend, das ist Ansichtssache. Eine Affäre, selbst eine Knutscherei, verändert eine Beziehung unbestreitbar und auf Dauer. Aber dass das immer zum Schlechtesten sein muss, steht nicht unbedingt fest, sondern hängt vor allem davon ab, wie man miteinander umgeht.

Jetzt interessiert uns: Wie seht ihr das? Lohnt sich Treue, oder kann sie gar nicht funktionieren? Ist es verständlich, wenn einer der Versuchung nachgibt, oder einfach nur mies? Fühlt sich fremdgehen eigentlich auch mal gut an, oder ist es eigentlich immer nur schlimm? Hinterlasst uns eure Geschichten vom Fremdgehen in den Kommentaren, selbstverständlich anonym. Wir freuen uns, von euch zu hören!

Meredith Haaf
Meredith Haaf ist Autorin. Interessiert an Liebe, Kapitalismuskritik, Mode, FC Bayern, Ryan Gosling, Berlin und mehr Zeit zusammen.
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  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Als ich mich mit einem guten Freund über genau dieses Thema unterhielt, dabei ein paar Bier trank, und er immer näher an mich heran rutschte, genau in diesen Moment ist es passiert. Er blickte mir tief in die Augen, und sagte alles dammit.
    Ich glaube nicht an die eine grosse Liebe, sondern an die Freiheit. Er war schon seit einigen Jahren in einer Beziehung, ist nie fremd gegangen, und liebt und bewundert sie noch genauso wie am ersten Tag. Zwei Menschen, zwei Ansichten; und trotzdem, oder genau deswegen, baute sich eine bemerkenswerte Anziehungskraft zwischen uns auf.
    Ich bereue nichts was ich getan habe, respektiere weiterhin dass es Beziehungen gibt die auf Treue basieren, und gleichzeitig bin ich der Beweiss dafür, dass Fremdgehen nicht zwangsläufig schaden muss. Zwischen unserer Freundschaft hat sich nichts veräandert, er liebt sie weiterhin abgöttisch, und ich begebe mich weiter auf die Suche, auf die Suche nach Gkück.

  • Anonym, weiblich, 25 Jahre sagt:

    Man sollte sich nicht aufmuntern zum fremd gehen aber es auch nicht partout verbieten… jeder kennt es .. es gibt die perfekten Momente und die möchte man gerne genießen und manchmal kommt es dadurch zum fremd gehen.. Gerade in Situationen, in denen einem der Partner auch möglichweise nicht das geben kann, was man braucht, weil man sich nicht mehr als dieses „besondere“ fühlt, kann es einem helfen.. aber da tickt jeder anders.. und das ist das schwierige.. man sollte drüber reden…

  • Anonym, männlich, 34 Jahre sagt:

    Treue in der Beziehung bedeutet für mich, dass ich mich auf meinen Partner/ meine Partnerin verlassen kann, wenn es darauf ankommt. Ich finde es absurd, zu denken, dass es DEN einen/ DIE eine gibt, der/ die meine sämtlichen Bedürfnisse ausreichend bis in alle Ewigkeit befriedigt. Bevor wir uns dann frustriert anschweigen, gebe ich doch die Freiheit und beweise Vertrauen, dass er/ sie „zurück“ kommt. Je nach dem, wie man zu zweit (zu dritt, zu viert, …) die Beziehung definiert, kann Treue für jede Beziehung etwas anderes bedeuten. Ehrlichkeit ist da aber das Wichtigste! Wenn ich fremdvögeln will, dass meinem Partner/ meiner Partnerin aber nicht zugestehe, hängt die Beziehung schief.

  • Anonym, weiblich, 36 Jahre sagt:

    Selbstdisziplin und Ehrlichkeit sind auch keine „modernen“ Werte somit?

  • Anonym, weiblich, 29 Jahre sagt:

    „Warum sagen immer alles Monogamie ist ein von der Gesellschaft auferlegtes Prinzip?“

    Weil das schlicht ein nachprüfbarer Fakt ist. Wenn man Kulturgemeinschaften/Gesellschaften vergleicht (und zwar unabhängig von ihrer Größe) stellt man fest, daß weit über 70 Prozent (insbesondere bei lange bestehenden und von der Modernität noch abgekoppelten) nicht monogamische sondern polygamische Modelle leben. Auch die meisten Tierarten leben polygamisch.

    Die monogame und möglichst lebenslange Zweierbeziehung ist eine Erfindung der Moderne. Wer das nicht glaub lügt sich selber in die Tasche und weigert sich nachprüfbare Geschichtsfakten zur Kenntnis zu nehmen.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    …ich hatte 3 Monate eine Affäre mit dem besten Freund meines Freundes. Es hat mich einfach überwältigt und ich habe recht schnell tiefe Gefühle für den anderen gehegt. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man seinen Partner lieben kann und es trotzdem passiert, dass man fremdgeht. Diese beiden Dingen können nebeneinander existieren!

    War natürlich ne richtige Scheissaktion und es geschah mir recht, was passierte als es heraus kam. Es hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet und jeder tuschelt hinter dem Rücken. Allerdings habe ich beschlossen die Sache abzuhaken, ich bin viel mehr als nur eine Betrügerin.

    Wer hier zu so einem sensiblen Thema seinen Kommentar abgibt, der darf ruhig etwas toleranter sein. Schließlich ist bewiesen, dass die eigene Meinung nicht immer die richtige sein muss.

  • Anonym, weiblich, 23 Jahre sagt:

    wortwörtlich: man muss nicht alle löcher füllen…

  • Anonym, weiblich, 23 Jahre sagt:

    Ich finde ziemlich schade, wie viele hier denken.
    Ich bin derzeit nicht in einer Beziehung und ich verliere ein wenig den Mut, mich nochmal zu verlieben. Wenn es so viele gibt, die nicht an Treue glauben, was nützt es mir dann,wenn ich mein Herz an eine einzige Person hänge?Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, noch jemanden zu finden, der so denkt wie ich? Der mich nicht verletzen wird, weil er es in Ordnung findet, auch mit anderen zu schlafen?
    Ich bin keineswegs verklemmt oder so, von mir aus soll doch jeder schlafen mit wem er will ,solange niemandem weh getan wird.
    Aber wenn ich eine Person liebe ,dann kann ich auch nicht mit jemand anders zusammen sein.Auch nicht für ein paar nette Stunden, nur für Sex.
    Ja, ich weiss, man kann auch andere attraktiv finden wenn man in einer Beziehung ist. Aber warum ist es so wichtig, dass man jeden kurzen Impuls, jede Fantasie auch sofort umsetzt? Warum muss ich mit jedem schlafen, nur weil ich ihn irgendwie anziehend finde?
    Ich hatte lange Beziehungen, und es gab auch Männer,die mir in dieser Zeit gefielen. Aber nie hätte ich das Bedürfnis, mit einem davon ins Bett zu gehen. Wieso auch?? Mein Leben muss kein Porno sein . Aber so käme es mir dann vor .
    Ich hoffe , mir bleibt es erspart mich in jemanden zu verlieben ,der das braucht . Vermutlich nicht.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    „Diese Narren, die glauben, Treue sei, wenn das Leben aufhört und sich gleichsam in den einen festgebissen hat. Sie bringen sich nicht nur um das gemeinsame Leben, sondern sogar um das Leben überhaupt.“
    – Hannah Arendt

  • Anonym, weiblich, Jahre sagt:

    Ich war schon alles, die Betrogene, Betrügerin und „die Andere“.
    Nach jedem Mal fremdgehen weiß ich wieder, was mir an meiner aktuellen Partnerschaft liegt. Das mit der Monogamie ist so eine für mich unlogische Sache, wenn man tatsächlich nur mit einem Menschen für immer zusammenleben könnte, dann würde sich nach dem Ende dieser Beziehung die Welt ja offensichtlich nicht mehr weiter drehn. Aber trotzdem findet ja fast jeder eine neue Beziehung –> ergo, muss es ja mehrere Menschen geben, die zu einem passen.
    2. Das Problem am Fremdgehen ist, dass es keinen Zwischenweg gibt: entweder man ist treu und kontrolliert sein sexuelles Interesse oder man ist egoitisch und nimmt sich was man will. Beides kann man bekanntlicherweise nicht haben.
    Ich finde nur diese unreflektierten Beschimpfungen, sobald es zu dem Thema kommt einfach unangebracht. Es ist ja geradezu, als ob man zum Antichristen mutiert, sobald man auch nur drüber nachdenkt. Macht euch eure eigene Meinung, aber Offenheit und Toleranz hat ja bekanntlich noch keinem geschadet.
    Und die Geheimnistuerei um das Thema hilft der Situation auch nicht. Ein Thema, dass man unter den Teppich kehren kann, ist es offensichtlich auch nicht, denn dafür ist es zu oft vorgekommen.

  • Anonym, männlich, 25 Jahre sagt:

    Ich hatte eine 7jährige Beziehung. Ich habe meine Freundin geliebt und war immer treu. Nachdem sie sich von mir trennte war ich nach 1 Monat wieder in einer neuen Beziehung. Diese Frau habe ich in 2 Monaten 3 mal betrogen, weshalb ich mich dann von ihr trennte. Die nächste Beziehung führe ich jetzt seit 1 Jahr. Ich liebe meine Freundin sehr und würde sie nie betrügen. Ich könnte nie jemanden betrügen den ich liebe. Das erwarte ich auch von meinem Partner. Lieber darüber reden und etwas neues ins Schlafzimmer bringen. Sexspielzeug zum Beispiel.

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    Loyalität, Vertrauen und Verlässlichkeit. Drei Dinge die ich nicht aus einer Beziehung ausschließen kann und will. Für mich gehören sie selbstverständlich mit dazu. Wenn man sich für eine Beziehung oder genauer genommen einen Menschen entscheidet, sollte man dies aufrichtig tun.
    Ich war knapp 2 Jahre mit einem Mann zusammen, der mich mehrfach betrogen hat. Es kam lange nicht ans Tageslicht weil keiner den Mut hatte offen und ehrlich mir die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Eine Beziehung verpflichtet nunmal und setzt voraus dass jeder Partner in gewissem Sinne Abstriche macht. Ist einer von beiden dazu nicht bereit, sollte die Beziehung beendet werden bevor es überhaupt zum Fremdgehen kommt. Denn da fühlen alle Menschen auf der Erde gleich. Sieht man den Mann oder die Frau, die man liebt mit einer anderen Person – ist das alles andere als „normal“ und der „jetzige Trend der Gesellschaft“

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Ich war die Betrogene, die Betrügerin und die Andere. Ich lebe jetzt in einer Beziehung mit einer Frau und gehe fremd mit einem Mann…Bewusst – aber nur sexuell. Warum weiß ich nicht – Ich tue es einfach, weil ich diese Affäre schon seit fast 4 Jahren habe und irgendwie würde mir was fehlen! Ich kann mich nicht entscheiden, ob nur Frau oder nur Mann oder doch lieber beides… Aber es geht dabei um mich! Nicht um meine Beziehung! Als die Beziehung anfing, gab es die Affäre bereits…

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Solange man vorher Regeln festlegt, ist mir das nicht so wichtig. Ich will’s nur nicht brühwarm auf die Nase gebunden bekommen und die Regeln für sex mit anderen müssen klar sein. Nur mit Kondom, keine Ex-Freund(innen). Wenn sich bei einer Affäre Gefühle entwickeln ist das natürlich eine andere Sache. Das gehört da nicht hin.

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Ich war mit meinem Freund mehr als 4 Jahre zusammen und nachdem ich rausgefunden hatte, dass er mich mit seiner Ex betrogen hatte .. fing ich an selbiges zu tun. Nicht nur 1x sondern gleich mit über 20 verschiedenen Männern. Ich kann nicht sagen wieso ich das gemacht habe und wieso ich mich dabei auch nicht schlecht gefühlt habe. Ich habe ihm auch nach der Trennung nichts davon erzählt, nur von einem einzigen mal. Es tut mir auch immer noch nicht leid, solange er es nicht weiß, verletzt es ihn auch nicht.

  • Anonym, männlich, 18 Jahre sagt:

    Bevor ich mit meinem Freund zusammen gekommen bin, ca 1 Monat davor, hatte ich auf einer Party etwas mit jemand anderem gehabt. Obwohl es offensichtlich war, dass wir zusammen kommen würden und es auch schon bald geschehen würde. Es war mein letzter “ Absprung „, der letzte unbindliche Patzer, der mir davor passiert ist. Es lag vielleicht auch daran, dass ich Angst hatte mich zu binden und ich irgendwo immer noch nicht 100% sicher dabei war.
    Aber jetzt weiss ich, dass ich keinen anderen brauche. Ich habe es nicht wirklich bereut, es tat mir selber weh, aber dadruch weiss ich jetzt dass ich nur meinen Freund brauche und jemand anders es nicht mehr wert wäre. Deshalb habe ich es auch nie für nötig gehalten, es meinem Freund zu sagen. In der Phase war er selbst noch am „überlegen“ wegen uns. Es passierte ausserhalb der Beziehung, war jedoch trotzdem mittendrin.
    Es kann einem manchmal die Augen öffnen und zeigen was man wirklich will…

  • Anonym, weiblich, Jahre sagt:

    Ich erlaube mir mit meiner mäßigen Erfahrung in Beziehungssachen kein zu absolutes Urteil, jedoch hat mich schon der Artikel etwas verwundert. Die Kommentare hier erschrecken mich zum Teil.
    Vielleicht lebe ich ja auch noch zu sehr in der heile-Welt-Vorstellung, sodass ich denke, wenn man das passende Gegenstück besitzt, ist ein Partner vollkommen ausreichend und erfüllend. Ich denke, wenn man während einer Beziehung das ständige sexuelle Abenteuer sucht, muss man auch mit Gewissensbissen klar kommen. Ich fühle mich mit meinem Partner so verbunden, dass ich mich selbst mindestens genauso verletzten würde wie Ihn. Das ist eventuell auch der Grund warum dieses Thema und seine hier dargestellte Presenz in mir Angst und Skepsis auslösen.
    Wie gesagt, ich möchte niemanden verurteilen. Vielleicht bin ich zu jung und zu naiv.

  • Anonym sagt:

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  • Anonym, weiblich, 18 Jahre sagt:

    Ich wurde betrogen. Dabei handelte es sich nur um einen Kuss, doch das Geständnis traf mich hart. Immer wieder verfolgt mich diese Angelegenheit, das möchte ich gar nicht abstreiten. Trotz dessen muss ich auch anmerken, dass das Geständnis viel Mut erforderte und wir seitdem offener über die Dinge sprechen die uns bewegen. Mein Fazit: sowohl als auch – gut für die Ehrlichkeit & schlecht für meinen Kopf der immernoch ein wenig leidet, da die Betroffene mich wirklich nervt, wenn sie immer wieder bei ihm ankommt, Versuche unternimmt und ich von anderen höre, wie sie über ihn, mich und uns beide spricht.

  • Anonym, weiblich, 24 Jahre sagt:

    Ich wurde betrogen. Ich habe meinem Freund wenig Beachtung geschenkt in der Zeit, bin nicht auf seine Wünsche und Bedürfnisse eingegangen. Er hat sich dann über ca. 2 Wochen mit einem Mädel getroffen. Sie haben zwar „nur“ geknutscht, trotzdem hat er mich meiner Meinung nach betrogen.
    Mir tat es sehr weh. Und es tut immernoch weh. Ihm auch!
    Wir reden viel über uns und unsere Gefühle. Wir sprechen eher aus, wenn uns etwas stört.
    Er liebt mich, das weiß ich. Ich liebe ihn. Trotz der leisen Angst die mich manchmal beschleicht (wird es wieder passieren?) sind wir sehr glücklich miteinander.
    Fremdgehen ist nach wie vor für miche in no-go. Ich möchte Ehrlichkeit und Loyalität. Will er nicht mehr mit mir zusammen sein soll er es beenden und mich nicht hintergehen.

  • Anonym, männlich, 24 Jahre sagt:

    Leider müssen wir den Tatsachen in die Augen schauen. Unsere heutige Gesellschaft hat sich so gewandelt, dass eine Partnerschaft in Monogamie kaum mehr möglich ist.
    Es geht sogar soweit das Beziehungen in Polygnie geführt werden.
    Tragisch aber wahr!

  • Anonym, männlich, 32 Jahre sagt:

    In einer Gesellschaft, in der einem täglich durch sämtliche Kanäle vorgelebt wird, wie frei, ungezwungen und einfach alles sein kann, wie perfekt es sein muss und wie langweilig, unnötig und überflüssig das nicht-perfekte ist, ist es doch selbstverständlich, dass die Menschen nicht nur für eine Beziehung leben möchten. Es lebe der Egoismus und pure Perfektion. Bang Bang.

  • Anonym, weiblich, 28 Jahre sagt:

    Ich bin schon oft mit dieser Frage konfrontiert worden, als Täter, Opfer und als „die Andere“. dabei ist unter dem Strich was sehr einfaches herausgekommen: Knutscht, flirtet oder schläft man fremd ist das erstmal nicht schlimm und lässt sich leicht als Ausrutscher abtun. Jedoch verliebt man sich durch die emotionale und körperliche Annäherung sehr viel schneller, als wenn man nicht fremdgeht, was für beide Geschlechter gilt! Und das ist doch das Schlimmste, was mir als liebender Partner passieren kann – ich verliere meinen Freund, weil er sich in eine andere verliebt hat. Die Mögliche Konsequenz eines Seitensprungs ist für den Betrogenen also das ungewollte Alleine sein. Eine emotionale Distanz. Und das mag niemand gerne.

  • Anonym, weiblich, 48 Jahre sagt:

    Ich habe meine Affäre beim Chatten vor 10 Jahren kennengelernt. Als wir uns nach 3 Jahren getroffen haben um miteinander fremdzugehen / unsere Partner und Familien zu hintergehen, war es die aufregendste Sexuelle Begegnung und totale Erfüllung – auf dieser Ebene. Dann waren wir außerhalb des Hotelzimmers und stellten fest, dass wir nicht viel gemeinsam haben und nicht zusammen leben könnten. Wir sind dann nochmal für 12 Stunden ins Bett gegangen. Der g…gigantischste Sex, den wir (übereinstimmend) erlebt haben. Der Kontakt ist sporadisch per Internet. Ein Treffen steht nicht an, weil wir unsere Familien behalten wollen. Die Lust ist groß, die Liebe zu unseren Partnern ist größer…. Wir vermissen trotzdem beide den ungehemmten Sex, den unsere Partner nicht leben wollen.

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    Als ich zum Studieren umgezogen bin, habe ich meinen damaligen Freund betrogen, indem ich auf einer Party betrunken mit einem anderen rumgeknutscht hab… als mir währendessen so in den Sinn gekommen ist, was ich da eigentlich genau mache, floßen meinerseits erstmal Tränen. Am nächsten Tag habe ich meinem Freund davon über Skype erzählt. Er war sehr wütend, aber konnte darüber hinwegsehen.
    Nach diesem Gespräch kam es mir die nächsten Wochen so vor, als ob es für ihn gar nicht mehr schlimm war. Und als ich mal das Thema nochmal ansprechen wollte, wollte er nicht darüber reden. Mir kam es so vor, als ob es mich mehr belastet hätte als ihn (oder vielleicht hat er es einfach nicht gezeigt).
    Auf jeden Fall hat sich ab dem Zeitpunkt für mich alles verändert und ich hab auch öfter über Sachen nachgedacht, die mich an ihm nerven (z.B. hat es mich ja auch genervt, dass es ihn so gar nicht gestört hat und dass er einfach weiter so tat, dass ich „so toll“ bin).
    2 Monate später habe ich dann mit ihm Schluss gemacht und er wollte, dass wir doch zusammen bleiben.
    Davor hatte ich von mir das Bild, dass ich ein Mensch bin, der niemals fremdgehen würde, aber ich habs ja wenigstens schon direkt währendessen/kurz danach bereut.
    Für mich ist das auch ein Unterschied, ob das einmal als „Ausrutscher“ sozusagen passiert, betrunken oder ob man das hinter dem Rücken des Partners immer und immer wieder macht.
    An sich finde ich es auch nicht schlimm, wenn man in der Beziehung auch erlaubt, dass man mit anderen Sex haben kann. Aber ich persönlich wäre einfach zu eifersüchtig und würde wahnsinnig werden, weil ich einfach will, dass ich am liebsten gemocht werde von dem besonderen Menschen, den ich am liebsten mag.. und so würde das einfach so unsicher sein, dass er nicht vielleicht doch eine andere lieber mag als mich und ich einfach nur die Nummer 2 bin.

  • Anonym, weiblich, 30 Jahre sagt:

    Warum sagen immer alles Monogamie ist ein von der Gesellschaft auferlegtes Prinzip? Das sehe ich nicht so. Unsere Gefühle lügen nicht und wir empfinden Fremdgehen als Verletzung unabhängig von gesellschaftlichen Normen. Von vielen wurde es schon gesagt, man geht mit einer Beziehung auch eine Verantwortung ein. Jede Beziehung setzt ihr eigenen Prioritäten und stillen Übereinķünfte, wenn dann etw. so schwerwiegendes wie ein Vertrauensbruch ins Spiel kommt, dann ist die Basis erstmal zerstört. Dennoch wenn man merkt es läuft nicht mehr, muss man so ehrlich und konsequent die Beziehung beenden oder darüber sprechen anstatt noch mehr Benzin ins Feuer zu gießen und fremd zu gehen. Letzlich ist das ja auch keine Lösung! Wir sind nun mal Menschen ausgestattet mit Gefühlen UND Verstand, das ist nicht immer einfach, aber gut so.

  • Anonym, weiblich, 33 Jahre sagt:

    Persönlich kenne ich niemanden dem eine offene Beziehung gelungen ist. Und auch niemanden, dem eine pure Sex-Beziehung ohne Drama gelungen ist. Irgendwo fehlt wohl doch immer was, es ist schwer sich körperlich so nahe und emotional so fern zu sein. Ich weiss, dass ich es nicht kann, eine offene Beziehung würde mich überfordern. Ausserdem teile ich nicht gerne. Mich hat sogar ein Zungenkuss tief verletzt und viele Fragen ausgelöst: warum bringt er sich überhaupt in so eine Situation? Wenn sie ihm nicht gefällt – wie er behauptet – und wenn es von ihr aus ging, wieso ist er nicht fähig sich zu „wehren“? Wieso kann ich Männer auf Distanz halten und er kann keine Frau davon abhalten ihn nach ein paar Stunden in der Bar zu küssen? Ist er wirklich so schwach? Wie weit wird er das nächste Mal gehen? Etc. etc. Wie verletzt wäre ich wenn er mit ihr geschlafen hätte? Tut mir Leid liebe Freidenker, aber für mich fühlt es sich an wie ein Verrat. Ich halte mich zurück für dich, also tu es du doch auch. Das Schöne an langjährigen, treuen Beziehungen ist doch genau das: man verzichtet füreinander. Man setzt Prioritäten. Alles andere klingt für mich wie ein Shopping-addict der alle schönen Dinge kaufen muss. Ich habe mich für eines entschieden und ich will es pflegen und hegen. Weil ich mich nur so weiter entwickeln kann und lernen, denn Neuanfänge hatte ich schon jede Menge. Auch Abenteuer kann mit der Zeit langweilig sein.

  • Anonym, weiblich, 34 Jahre Jahre sagt:

    Verwunderlich, wie viele hier schreiben, nie fremdgegangen zu sein und doch gibt es zuhauf, die es tun. Dieses Thema ist sehr komplex, auch wenn hier einige schreiben, es ist einfach zu handhaben, man braucht nur hier und da eine Prise, Vertrauen, Ehrlichkeit oder richtige Liebe und schon muss das Fundament der Beziehung stehen.

    Seien wir mal ehrlich: Wer spricht beim kennenlernen die Wahrheit heraus, sich desöfteren schon in fremden Betten vergnügt zu haben oder schon fremdgegangen zu sein? Also ich kenne niemand. Wäre auch zu einfach, danach auszusortieren, ohne den Menschen an sich kennenzulernen. Lieber quasselt man das, nach, was die Menschen offen hören wollen und hinterrücks doch anders machen.

    Wer selbst fremdgegangen ist, weiss, das keine Schamgrenze besteht. Man hat mit dem Partner schon längst abgeschlossen. Es kommt nur darauf an, zu welchen Zeitpunkt es einem selbst klar wird. Die Gewohnheit lässt einem noch an eine Partnerschaft glauben, aber die Zufriedenheit und auch die Leichtigkeit der Liebe hat schon längt das Weite gesucht. Fremdgehen beginnt schon mit dem sexuellem Gedanken, bevor die Gedanken zur Realität werden. Es gibt kein schlechtes Empfinden gegenüber dem Partner. Man geniesst seine neuen Gefühle und bemerkt was man vermisst. Warum also ein schlechtes Empfinden haben, wenn der Genuss und das Gefühl plötzlich wieder neues Leben in den Körper haucht?

    Letztendlich ist die Beziehung gescheitert und es sollte ein Schlussstrich gezogen werden. Das Leben geht weiter, wunderbare Dinge warten auf einen, warum also sich mit etwas totem und abgestorbenen abgeben, wenn was frisches,blühendes auf einen wartet?

    Andererseits gehöre auch ich zu denjenigen, die auch schon betrogen wurde. Komischerweise war die Wut auf den Partner nicht so groß, als die Scham an einem selbst. Die Fragerei, wie so etwas passieren konnte oder auch nach der Lösung des Problems, ziehen einen in den Abgrund, anstatt mit erhobenen Hauptes ein neues Kapitel aufzuschlagen, das gebrochene Herz an die frische Luft lassen und positive Energie zu sammeln. Dauert Wochen…. Monate… vielleicht auch ein Jahr oder zwei, aber der Frohsinn kommt wieder.

    Letztendlich muss ich sagen: Ich kenne beide Seiten.
    Das wichtigste für mich persönlich ist die Komunikation. Danach die Wertschätzung.

    Klappt beides nicht, ist alles zum Scheitern verurteilt. Wahre Liebe kennt kein kämpfen. Wahre Liebe ist Freiheit.

    Ich war eine Betrügerin und auch eine Hintergangene. Ich bereue nichts – ich durfte viel erfahren und lernen. Jedoch hat sich meine Einstellung grundlegend geändert.
    “ Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“

  • Anonym, weiblich, 24 Jahre sagt:

    Viel zu sagen habe ich nicht. Auch ich kenne langjährige Beziehungen und meine Ansichten über sie sind mit den Jahren gereift und haben sich mit mir verändert. Fremdgehen hätte früher für mich das.absolute Beziehungsaus bedeutet und wenn ich selbst in die Versuchung gekommen wäre, hätte ich die Beziehung gelöst, bevor etwas wie Fremdgehen passieren könnte. Wie immer sieht die Praxis ganz anders aus. Man fängt an, seine Hormonschübe getrennt von seinem Partner zu betrachten, verabschiedet sich von romantischen Vorstellungen wie „wenn ich ihn wirklich liebe, „will“ ich keinen anderen mehr“ und merkt, dass man auch ohne große Gefühle einen feuchten Slip bekommen kann. Ganz ohne Interesse an der anderen Person funktioniert das natürlich nicht, so animalisch sind wir auch nicht. Aber man muss nicht verliebt sein, um Geilheit zu empfinden. Eine grundsätzliche psychische und physische Sympathie reicht aus.
    Ich habe selbst noch keine offene Beziehung geführt, bin aber schon in festen Beziehungen fremdgegangen und merke, dass ich meine eigene Beziehungsform brauche. Ich bin kein festgefahrener monogamer Typ, aber einfach zu sagen „wir haben ne offene Beziehung“ ist mir schlicht zu plump. Jeder sollte seine eigene Beziehung definieren und sich nicht vom allgemein gültigen Gesellschaftsbild bestimmen lassen. Ich denke auch nicht, dass das eine „Krankheit“ unserer Generation ist. In allen Generationen und jedem Jahrhundert, jeder Kultur und Gesellschaftsschicht ist dieses Thema omnipräsent. Nur die Offenheit, darüber zu sprechen und zu diskutieren hat sich deutlich verändert. Betrogen werden Männer und Frauen in ihren Beziehungen schon seit Menschengedenken, nur die Ansichten darüber wurden dich nie so offen geteilt und verbreitet, wie es heute möglich ist. Und sicherlich tut die Schnelllebigkeit, die ständige Erreichbarkeit und das übermäßige ‚Angebot‘ an Partnern, für alle möglichen Lebenslagen ihr übriges dazu bei. Diese Möglichkeiten des ständigen Austauschs bestanden vor fünfzig Jahren einfach noch nicht. Das erschwert das Konzentrieren auf eine Person für manche zusätzlich.
    Wie auch immer. Ich denke, mm sollte sollte sich von festgefahrenen Beziehungsschienen lösen und seinen eignen Weg suchen. Klingt pathetischer als es gemeint ist, aber ich denke, das werd ich mal versuchen:)

  • Anonym, weiblich, 24 Jahre sagt:

    Ich war immer eine von denen, die meinte, dass Fremdgehen das schlimmste ist, dass es nie passieren darf und wird, dass man immer rechtzeitig ‚Stopp‘ sagen muss. Begonnen hat es als Dreieicksbeziehung, mein Freund und ich waren schon seit einem Jahr zusammen, waren gerade zusammengezogen. Wir unternahmen dann viel zu dritt, gemeinsam mit einem anderen Freund von ihm. Irgendwann landeten wir gemeinsam im Bett. So ging dann ein paar Wochen dahin, es war großartig. Dann sagte besagter Freund dass er sich in mich verliebt hatte, auch ich hatte mich in ihn verliebt – das änderte nichts an den Gefühlen die ich für meinen Freund hatte. Ewig lange habe ich mit mir gekämpft, mich selbst unterdrückt und verbogen, ich darf das alles nicht spüren, nicht zulassen.. hätte ich so weitergemacht, wäre daran die Beziehung kaputt gegangen, denn wenn man nur noch leidet und Schuldgefühle dem Freund gegenüber hat, das Gefühl hat, dass man etwas verstecken muss und sich verbiegen muss, damit die Beziehung intakt bleibt, hat das ganze schnell ein Ablaufdatum. Ich hab öfter mit meinem Freund geredet drüber, er meinte eben „Du musst halt tun, was du nicht lassen kannst, wenn es dich so sehr zerfrisst. Ob du’s mir erzählst, entscheidest dann du.“ Das hab ich getan. Ich hab mit dem Anderen geschlafen, es war wohl nötig um die Entzauberung zu schaffen, um mich wach zu rütteln, mir den Wert der Beziehung wieder bewusst zu machen. Natürlich, in einer perfekten Welt mit perfekten Menschen hätte ich das vorher schon wissen sollen. War aber nicht so. Zurückblickend weiß ich, dass ich das gebraucht habe, um meinem Freund noch näher zu kommen, um erst richtig zu kapieren wie gut das ist, was wir haben. Eine Zeit lang hab ich’s ihm nicht erzählt, dann doch, dann war da ein bisschen Wut, viel Reden, und im Endeffekt doch immer wieder das Gefühl: Wir wollen zusammen bleiben. Ich habe selbst erlebt und bei Anderen gesehen, dass Fremdgehen natürlich verletzen kann. Ich denke trotzdem, dass wir viel Reaktion mitreinpacken, die wir eben von unserer Gesellschaft gelernt haben. Ich will nie so lieben, dass die Liebe für meinen Partner an Bedingungen gebunden ist, à la „Ich liebe dich, solange du keine andere angreifst.“ Ich liebe ihn prinzipiell, und wenn er etwas tut was mich verletzt, dann reden wir drüber, und dann komme ich darüber hinweg. Ich glaube fest daran, dass man auch immer eine Entscheidung trifft darüber, welchen Weg man einschlägt. Wenn man so festgefahren ist, in dem Denken, dass man einen Seitensprung nicht verzeihen kann, dann wird man ihn auch nicht verzeihen können. Ich wähle lieber eine Beziehung, in der es ok ist, wenn auch manchmal schmerzhaft, Fehler zu machen und sich weiterzuentwickeln. Und viele von euch mögen es wahrscheinlich nicht glauben, aber die ganze Geschichte hat meinen Freund und mich noch sehr viel näher zusammengebracht.

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    Mein Freund und eine andere Frau haben mir das Herz rausgerissen und sind darauf rumgesprungen als wäre es ein Trampolin. Sagt genug aus, oder nicht?

  • Anonym, männlich, 42 Jahre sagt:

    Ich mag Deine Fragen…

  • Anonym, weiblich, 38 Jahre sagt:

    Ich finde es irgendwie fragwürdig, wie man so ein wirklich egoistisches Denken haben kann und sagt, dass man das alleinige Anrecht auf seinen Partner hat und sobald nur ein Hauch von einem verrutschten Gedanken in Richtung Verlockung geht, werden Dramen geboren und Beziehungen gelöst. Solange alle Seiten offen und ehrlich mit der Thematik umgehen und jeder sein Besitzdenken etwas runterschraubt, kann das Leben innerhalb der Beziehungen um ein Vielfaches einfacher sein. Dazu gehört eine Menge Vertrauen. Aber genau das baut sich doch dann auf, wenn nicht mehr gelogen und versteckt wird. Soll nun nicht heissen, dass jeder in der Welt rumhuren soll, das ist dann eher ein ähnlich fragwürdiges Verhalten. Doch würde ein wenig mehr Mut zur Lockerung des Besitzdenkens die Welt um einige Kurzschlusshandlungen erleichtern.

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    Wirklich schade, dass Fremdgehen hier zur Normalität wird. Wir werden tatsächlich zu einer Wegwerfgesellschaft – nicht nur was den Konsum angeht. Ich glaube niemanden, der mir sagt, dass das Fremdgehen eine Beziehung nicht negativ beeinflusst.

  • Anonym, weiblich, 25 Jahre sagt:

    Ich bin 2 Jahre mit meinem
    Freund zusammen. Fast jede Woche sehe ich meine Affäre, mit dem schon über 4 Jahre etwas läuft. Wir könnten nie eine Beziehung führen, aber der Sex ist so wichtig für uns geworden. Falls mein Freund fremd geht würde ich es nicht verkraften. Aber wenn er das will, soll er ruhig. Ich will es nur nicht wissen. Meine Meinung dazu kennt er. Zusammen sein, eine tolle Beziehung führen, Sex mit anderen haben, aber nie drüber mit dem Partner reden, weil es zu sehr verletzt. Meinen Freund will ich heiraten, aber Sex mit anderen gehört eben zum leben heutzutage dazu. Einerseits vielleicht traurig, aber es gehört eben jetzt zur Realität dazu!

  • Anonym, weiblich, 30 Jahre sagt:

    Ich bin verheiratet und habe ein Kind. Und ich liebe meine Familie sehr. Sie repräsentiert für mich alles was gut ist und mir Stabilität gibt. Sie ist mein Licht. Es gibt aber auch die dunkle Seite in mir. Ich begehre seelisch und körperlich noch einen anderen Mann. Ich könnte niemals mit ihm zusammen sein. Und doch bin ich es ab und zu. Wenn ich zu Hause bin streife ich äußerlich komplett diese zweite Persönlichkeit von mir ab. Innerlich leide ich ab und zu am emotionalen Jetlag, aber wie egoistisch wäre es wirklich von mir meine Familie mit dieser Realität zu konfrontiere? Ich mache das mit mir selbst aus. Und es funktioniert.

  • Anonym, weiblich, 32 Jahre sagt:

    Liebe neon…
    Überlegt mal, für was ihr steht…
    Ihr suggeriert in letzter Zeit ein ziemlich fragwürdiges wWeltbild…schade

  • Anonym, weiblich, 25 Jahre sagt:

    Es macht mich tief betroffen, zu lesen, wie selbstverständlich fremdgehen für viele mittlerweile geworden ist…und ich schäme mich für meine Generation! Ich habe es selbst schon erlebt und kann daher sagen, dass es das allerallerletzte ist und daSs ich jedem fremdgeher wünsche, dass ihm auch sein Herz rausgerissen wird…
    Ich bin froh, vor 7 Jahren einen Mann getroffen zu haben, der weiss, was liebe ist und sie zu schätzen weiß!!!

  • Anonym, weiblich, 33 Jahre sagt:

    Ich glaube, jeder Mann geht fremd und wenn er auf mich nicht anspringt, dann nur, weil ich nicht sein Typ bin !!
    Wie ich darauf komme ? Erfahrungswerte !! Selbst Kerle, für dir ich meine Hand ins Feuer gelegt hätte, haben diese These bestätigt !!

  • Anonym, männlich, 20 Jahre sagt:

    Ich führe seit nun schon knapp 4 Jahren eine glückliche Beziehung mit meiner Freundin und musste leider auch schon einiges hinnehmen im Hinblick auf das sogenannte „fremdgehen“.. Im Herbst letzen Jahres nahm ich an einem Schüleraustauschprogramm teil und fuhr für 3 Monate nach Italien. Meine Freundin blieb zurück. Vorher trafen wir einige Abmachungen im Hinblick auf das Sammeln von Erfahrungen mit anderen Frauen/Männern, da wir beide in der Zeit vor unserer Beziehung wenig Zeit für solche Erfahrungen hatten.
    Wir beide waren einverstanden mit dem, dass jeder in den 3 Monaten, die ich weg war, machen durfte was er wollte.

    Bei mir blieb es situationsbedingt nur bei einer kurzen Schmuserei in der Disco während meine Freundin sich zu hause ordentlich auslebte.
    Im Nachhinein brachte das ganze uns viel Streit (wir stritten vorher selten). Das mag möglicherweise auch an dem liegen, dass ich probleme mit der Verarbeitung solcher Informationen habe, aber möglicherweise auch daran, dass die „Affäre“ meiner Freundin nicht von ihr ablassen wollte und sich immerwieder meldete, was ich natürlich zu ohren bekam. Bei jedem Kuss, jeder Intimität war der Andere für mich präsent.
    Meine Gedanken kreisten nur noch um meine Freundin und den „Anderen“, der leider auch noch ein Freund meines besten Freundes sein sollte.
    Ich malte mir in Gedanken immer die beiden bei Irgendwelchen intimitäten aus, die sonst nur Ich mit Ihr machen durfte und begann zu zweifeln, ob das was sie mir erzählt hatte, auch alles was und ob es da nicht noch mehr gwb was ich nicht wusste.

    Mittlerweile haben wir alles ausgeredet. Es hat fast ein dreivierteljahr gedauert bis sich die Wogen gelegt haben und nich wieder regelmäßig dieses Thema hoch kommt.
    Ich für meinen Teil würde es nicht mehr so machen.
    Meiner meinung nach ist jede Affäre nur ein Ausbruch. Ein Ausbruch aus einer Beziehung, die einem nich das bietet was man bruacht. Hätte man schon alles, dann gäbe es keinen Grund sich einem anderen zu zu wenden!

  • Anonym, weiblich, 24 Jahre sagt:

    Ich muss sagen, ich sehe dieses Thema mit der Zeit immer lockerer. Früher war „fremdgehen“ für mich undenkbar. Inzwischen sage ich: Leider habe ich dieses Modell der offenen Beziehung, oder eben einfach nur Sex mit anderen Menschen während einer ernsthaften Beziehung, noch nicht ausprobieren können, weil ich mich seit ein paar Jahren einfach nicht verliebt habe. Dies hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich auf meine Freiheit einfach nicht verzichten möchte. In einer Beziehung müsste ich mich mit meinem Partner/meiner Partnerin über genau dieses Thema auseinander setzen… Ich weiß nicht genau, ob ich damit zurecht käme, wenn mein/e Partner/Partnerin „fremdgeht“, ich selbst möchte aber die Freiheit genießen können, zu tun, was ich möchte. Schwierig. Im Grunde würde ich es auf jeden Fall ansprechen, weil ich inzwischen der Meinung bin, dass Sex von Liebe zu trennen ist. Sex ist eben nur Sex. Liebe ist tausendmal wichtiger. Und dauerhaft nur mit einer Person den Sex zu teilen, wird sicher langweilig. Ich würde es also definitiv ausprobieren. Wahrscheinlich würde ich aber nicht wissen wollen, wann mein/e Partner/Partnerin mit wem Sex hatte.

    Auf der anderen Seite hatte ich auch schon wiederholt Sex mit einem Freund, dessen Freundin ich kenne. Mit der ich am nächsten Morgen am Frühstückstisch saß. Für die sowas, so wusste ich, nicht in Ordnung ist. Bis heute weiß sie nichts davon. Diesem Freund ging es, glaube ich, mit dem schlechten Gewissen nicht unbedingt gut. Trotzdem hat es ihn nicht daran gehindert, es noch mal passieren zu lassen. Ein wenig hatte dabei sogar ich ein schlechtes Gewissen, muss ich sagen. Es kommt eben drauf an, wie die Absprachen sind. Das macht es meiner Meinung nach schlicht und ergreifend aus.

    Das war jetzt nicht ganz sortiert, aber diskussionswürdig ;)

  • Anonym, männlich, 42 Jahre sagt:

    http://blog.neon.de/2013/09/wieviel-ist-treue-wert/

    fällt euch denn gar nix mehr ein?

  • Anonym, männlich, 23 Jahre sagt:

    Hm. Sehr komplexes Thema, das schwer in wenige Worte zu fassen ist.

    Ich selbst kenne das Verlangen danach aus einer Beziehung und den Strukturen, die sich dadurch etabliert haben, auszubrechen sehr gut. Natürlich wird diese Sehnsucht nach etwas Neuem noch extrem bestärkt, wenn es in der Beziehung nicht ganz rund läuft.
    Gerade aus dem Grund, dass ich sehr (vielleicht manchmal zu sehr) meine Freiheit brauche, zu tun und zu lassen was ich möchte (und da gehört Sex halt nunmal dazu), habe ich seit über zwei Jahren keine ernsthafte Beziehung mehr geführt.
    In der letzten, retrospektiv nicht wirklich ernsten, Beziehung konnte ich mich dem Verlangen fremdzugehen dann auch nicht mehr erwehren und habe mich, um ehrlich zu sein auch nicht wirklich schlecht damit gefühlt. Ob das nun eine traurige Wahrheit ist, weiß ich selbst nicht einzuschätzen. Einerseits denke ich: klar, warum sollte man nicht Sex haben mit wem man will, was ist eigentlich das Problem dabei?!? (Solange man sich ausreichend schützt) Andererseits ist es natürlich wunderschön nicht nur körperliche, sondern auch seelische Nähe zu haben, verliebt zu sein. Dieses Gefühl hatte ich aber schon lange nicht mehr, auch weil ich in letzter Zeit einfach keine Lust auf die ganzen Verpflichtungen habe, die eine Beziehung mit sich bringt. Hinzu kommt, dass ich in den letzten 2 Jahren nie länger als 6 Monate an einem Ort gelebt habe und das wird sich voraussichtlich auch so bald nicht mehr ändern. Und wie scheiße (leidliche eigene Erfahrungen) ist denn bitte eine Fernbeziehung, denn seien wir mal ernst: körperliche Nähe (damit meine ich nicht nur Sex, sondern auch einfaches gemeinsames Rumgammeln, Kuscheln etc.) macht doch wohl 70% der Beziehung aus.

    Es fiel mir auch immer wieder auf, wie schwer doch Sex und Liebe von einander zu trennen sind und Sex wird ja nicht zuletzt auch dadurch besser, wenn Gefühle im Spiel sind.

    So kommt es, dass ich in letzter Zeit immer wieder Affären habe, wo schon ein gewisses Maß an Gefühlen im Spiel ist, wo ich aber von vornherein kommuniziere, dass ich nichts auf Dauer ernsthaftes möchte. Ein weiterer Grund hierfür ist bestimmt auch, dass ich mich seit geraumer Zeit auch nicht mal mehr ansatzweise verliebt habe… dann wäre das bestimmt anders, wenn ich mal wieder richtig verknallt wäre.

    Mir selbst ist es, um mal wieder etwas zum Thema zurück zu kommen, noch nicht passiert, dass eine Freundin fremdgegangen ist, zumindest weiß ich nichts davon. Ich denke aber schon, dass ich das ziemlich schlimm fänd, aber andererseits denke ich mir auch, dass ich da keine Double Standards haben sollte. Ich finde es ja auch nicht wirklich schlimm selbst fremdzugehen, solange die Gefühle beim Partner bleiben.
    Wie oben beschrieben lässt sich das ja aber nicht so leicht machen, wo wir aber auch bei der Frage wären, ob ein Mensch überhaupt mehrere Partner gleichzeitig wirklich lieben kann.

    Das sollte es mit meinem Brainstorming zum Thema aber auch erst mal gewesen sein ;)

  • Anonym, weiblich, 25 Jahre sagt:

    Ich habe seit 5 Woche etwas mit meinem Ex. Wir waren vor 3 Jahren für nur 2 Monate ein Paar. Er hat im Moment eine Freundin die ich auch kenne, aber zwischen ihnen passt es schon länger nicht mehr. Ich habe im Moment keine Ahnung wie das weitergehen soll. ich habe mich in ihn verliebt aber traue es mich nicht zu sagen. Ich bin mir fast sicher, dass eine Beziehung keinen Sinn hätte. Ich vemisse ihn im Moment, warte hoffnungsvoll mit einem Glas Wein auf eine Nachricht von ihm, dass er heute doch noch vorbeikommt. Vielleicht kommt er auch nie wieder. Ich weiss es nicht. Mein Herz tut weh. ich warte..

  • Anonym, weiblich, 33 Jahre sagt:

    Ich hatte bisher zwei „Beziehungen“, 7 und 4 Jahre bei beiden bin ich fremdgegangen, bei den Versuchsgeplänkeln, die mal ne Beziehung werden sollten, bin ich auch fremdgegangen.
    Man muss dazu sagen, ich bin ein Schisser und kann kaum aussprechen was ich denke. So habe ich mir immer zum (von mir gefühlten) Ende der Beziehung einen/ eine Andere/n gesucht, um einen Grund zum Schlussmachen zu haben. Jetzt bin ich glücklich verlobt und ich hoffe, ich bleibe glücklich…

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    In der Tat ein Thema welches immer liberaler gesehen wird. Ich mag mit meinem Alter noch nicht viel Erfahrung haben aber ich sehe das eher altmodisch. Fremdgehen ist ein absoluter Vertrauensbruch. Denn nicht viele können zwischen rein körperlicher Nähe und emotionaler unterscheiden. Wenn ich eine Beziehung eingehe dann erwarte ich Monogamie, alles andere könnte ich nicht verzeihen. Zu wissen, dass mein Partner mit einer anderen schläft würde in mir Ekel hervorrufen und letztendlich die Beziehung zerstören. Ich muss aber dazu sagen, dass mir sowas bisher (wissentlich) noch nie wiederfahren ist und meine Meinung daher etwas hypothetisch ist. Allerdings hoffe ich, dass ich -sollte ich in einer solchen Situation gelangen- einen Schlussstrich ziehen kann. Ansonste käme ich mir ein wenig erbärmlich vor. In meinem Freubdeskreis herrscht auch allgemeiner Konsens hinsichtlich dieser Einstellung.
    Sollte sich ein Paar jedoch auf Polygamie einigen habe ich damit kein Problem. Hauptsache es ist geklärt. Das muss dann jeder eben für sich selbst entscheiden.

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Ich könnte mir eine offene Beziehung vorstellen. Mein Freund (29) nicht.

    Wir sind seit 2 Jahren zusammen, lieben uns aufrichtig und sind wirklich füreinander geschaffen. Er ist ein toller Mensch und unsere Beziehung läuft sehr gut – auch im Bett.

    Dennoch respektiere ich die Gesetze der Natur, den menschlichen Sexualtrieb und die Vorstellung von Polygamie. Der Mensch wird nicht monogam geboren, sondern monogam gemacht.

    Da ich mir sicher bin, nie mehr einen vergleichbaren Seelenverwandten wie meinen Freund zu finden, aber dennoch andere Männer rein sexuell interessant finde und ein neugieriger Mensch bin, habe ich meinem Freund vorsichtig den Vorschlag einer offenen Beziehung unterbreitet. Da ich weiß, dass unsere Beziehung stark genug dazu ist und ich Sex und Liebe trennen kann.

    Er lehnt das aber ab, möchte mich nicht „teilen“ müssen und seine Meinung respektiere ich. Trotzdem stelle ich mir manchmal Sex mit anderen Männern vor. Dadurch liebe ich ihn kein Deut weniger.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Ich habe eine Affäre mit einem Ehemann und Vater zweier Kinder… Ich glaube das sagt alles. Die Frau checkt einfach nichts oder sie will es einfach nicht…

  • Anonym, männlich, 27 Jahre sagt:

    Ich war immer der Meinung.. wozu eine Beziehung eingehen, wenn man sich noch austoben will. ich bin wohl kein gutes Beispiel für die perfekte Beziehung. Aber mal im Ernst. In meinem Freundeskreis werden Beziehungen geführt, welche mich ängstigen. Stocksteif. Festgefahren. Ohne verrückten Scheiss. ich will alles. Irgendwas zwischen Wahnsinn, Komödie und Porno. Vielleicht tick ich nicht ganz sauber. Vielleicht bekommt Sex einen zu hohen Stellenwert für mich. Ich weiss nur eins hast du den perfekten Schwanz (und dazugehörigen Menschen) gefunden, kommst du immer wieder nach Hause. Du weisst dort fängt man dich auf. Jemand steht hinter dir und beschützt dich. Die Frage ist doch wann fängt betrügen an und wann hört es auf?! Fakt is ich darf alles und der andere nichts.. ist die falsche Taktik.. Sie wird nicht funktionieren. Vielmehr wird sie alles zerstören. Du kannst dir nie sicher sein. Menschen machen Fehler und das ist menschlich, aber es kommt darauf an.. was sie daraus machen. Respekt. Kein Respekt. Kein Respekt geh.. so schnell wie du kannst. Respekt..siehst du in den Augen. Wenn Sie leiden, wenn du leidest. Aber leiden ist ich keine Lösung. Zu Beziehungen gehört ein gesundes Vertrauen.. und kein Machtspiel. Jeder muss für sich entscheiden, womit er klar kommt. Betrogen wurde ich.. Auf das übelste.. Zerrissen hat es mich extrem. Aber es war ein Gefühl, was mir diese Gesellschaft eingeredet hat. Geliebt hab ich nicht.. Es geht um Freiräume, ums Ausbrechen und wer ausbrechen kann kommt gern auch zurück. Es kommt auf den Menschen an auf die Situation.. und auf dein Gefühl, was du empfindest, wenn du diesen menschen ansiehst zerreisst es dich.. ist es eh das Ende. Siehst du das Glitzern in den Augen, solltest du genau überlegen. Machtspiel oder ehrliche Gefühle und ehrliche Worte..

  • Anonym, weiblich, 36 Jahre sagt:

    Nun, kennt das nicht jede/r in einer langen Beziehung? Manchmal ist der Reiz des Fremden zu gross, um zu widerstehen. Und meist ist Alkohol oder eine Extremsituation im Spiel. Solange keine Gefuehle im Spiel sind, ist alles easy. Nur wenn doch. Dann kann es selbstzerstoererisch werden.
    Einmal erlebt, hart. Bin heute noch immer in der Partnerschaft mit allen Aufs und Abs. Der Mensch mag Gewohnheit.
    Bin im Moment sogar emotional auf dem Absprung, das Herz hat vor dem Koerper zugeschlagen. Vielleicht ist es diesmal das Ende, selbst wenn es mit dem anderen keine Zukunft gibt. Veraenderung ist gut.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Es gibt 2 verschiedene Arten des Fremdgehens: das rein körperliche und das emotionale.Wenn es nur darum geht sein körperliches Verlangen nach unverbindlicher, schneller Nähe zu einem unbekannten zu stillen und es eine einmalige Sache ist und bleibt, vor allem keine Gefühle im Spiel sind, würde ich es nicht erzählen. Zum einen weil es das erleichtern des eigenen schlechten Gewissens ist, also purer Egoismus. Für den Partner bedeutet das Beichten Schmerz, Misstrauen und Qual. Wenn es nichts bedeutet, muss man das schlechte Gewissen aus Rücksicht eben ertragen und sich auch nix anmerken lassen dürfen. Ebenso würde ich es nicht wissen wollen, wenn ich die Betrogene wäre. Wenn sich aber die schnelle Nummer zu einer Affäre mit Gefühlen entwickelt, ist es aber etwas anderes. Das emotionale Betrügen finde ich viel schlimmer. Das ist etwas, was mich verletzen würde. In dem Fall muss man unausweichlich mit einander sprechen, denn wenn man sich in einen anderen Menschen verliebt, muss man sich fragen, was in der eigenen Beziehung fehlt und welchen Sinn diese noch hat.

  • Anonym, weiblich, 25 Jahre sagt:

    Ich finde es ziemlich seltsam, dass man von einigen hier lesen kann, dass Monogamie zum „alten Weltbild“ gehören soll. Dass offene Beziehungen ja ach so mondern und zeitgemäß sein sollen. Dass es traurig ist, wenn man Liebe und Sex nicht trennen „kann“ (oder vielleicht auch nicht will??) (bezugnehmend auf: männlich, 37 Jahre
    17. Oktober 2013 um 00:23)

    Ich für meinen Teil empfinde Fremdgehen als extreme Kränkung meines Stolzes. Meine Definition: Fremdgehen = Mein Partner hat Sex mit einer anderen Person, ohne dass ich davon etwas weiß.
    Abgesprochene Dinge fallen für mich unter offene Beziehung.

    Die Gründe warum Menschen fremdgehen sind so unterschiedlich, dass man sehr schwer sagen kann „man sollte verzeihen können“. Muss ich das? Muss ich verzeihen können, obwohl mein Partner bei Problemen in der Beziehung nicht daran arbeitet und nicht den schneid besitzt es zu beenden und mich kämpfen und kämpfen lässt? Und dann bekommt man den Hinweis, dass er einen sowieso schon betrogen hat?
    Ich finde nicht, dass ich sowas verzeihen muss.

    Und was soll traurig daran sein, dass man Liebe und Sex nicht trennt? Ist das jetzt etwa nicht mehr modern?
    Ich persönlich finde, dass nicht unbedingt „Liebe“ dazu da sein muss, aber eine gewisse Anziehungskraft. Nein, keine Geilheit. Sondern der Reiz an einer Person. Sie näher kennen zu lernen. Und passt der Humor, die Intelligenz und das Aussehen, dann kann gerne mal was laufen. Aber die gleichen Voraussetzungen stelle ich auch meinem zukünftigen Partner, also stufe ich das nicht unter „Trieb“ ein.

    Der Schlüssel zum „bis dass der Tod uns scheidet“ liegt einfach nur in der Kommunikation. Und daran, dass man nicht gleich aufgeben und weglaufen sollte, nur weil etwas nicht so läuft wie man es gerne hätte (das ist heute ja nunmal praktischer und fällt oft unter den modernen Zeitgeist). Egal ob nun offene Beziehung oder Monogamie.

  • Anonym, weiblich, 23 Jahre sagt:

    Hallo!
    Ich finde es auch immer wieder wunderlich,dass wohl doch jeder schon Erfahrung mit dem Thema hat. Ich selbst musste es erst wieder erleben. Meine letzten beiden Partner haben mich betrogen auf das allerhärteste. Mein Herz war gebrochen,die Fahrt in die Notaufnahme,der Befund-Magengeschwür.Im Kampf gegen mein Gebrochenes Herz habe ich begonnen,mich selbst zu vergessen.In dem Kreisel,der sich nur darum drehte,wie sehr ich verletzt wurde,vergaß ich,dass ich selbst schon längst nicht mehr das Opfer war.Ich fand mich wieder in einer Beziehung,die ich mir einredete,um glücklich zu werden.Er war perfekt,weil er TREU war.Und so wurde ich zum Täter,ich verliebte mich im gemeinsamen Urlaub und ging ihm fremd.Das volle Packet. Nun bin ICH für alle die Untreue.Wie es auch meine Ex-Freunde für mich waren.Mir wurde klar, wir sind alle Menschen mit Fehlern.Wir werden immer Fehler machen.Weil wir nicht perfekt sind. Fehler müssen passieren,um uns zu zeigen, wie man es richtige macht.

  • Anonym, männlich, 24 Jahre sagt:

    Hallo Leute!
    Ich bin überzeugt von Werten. Ich denke dass in der heutigen Zeit gerade Werte vergessen werden oder in den Hintergrund geraten. Werte wie Ehrlichkeit oder Liebe. Deshalb sollte man ehrlich zu sich selbst sein und sich für eine Beziehung entscheiden wenn man überzeugt davon ist bereit zu sein. Beziehung ist kein Begriff der dehnbar ist sondern ist von vornherein klar definiert. Wer nun meint er hat das Verlangen nach jemand anderem, was Gewiss ein starkes sein kann, muss man in meinen Augen die Beziehung beenden. Man sollte sich immer genau überlegen was man dabei empfindet wenn der Partner das gleiche tun würde. Deshalb meine Meinung: Fremdgehen ist immer schlimm!

  • Anonym, weiblich, 23 Jahre sagt:

    Ich bin der Meinung das, wenn man sich wirklich liebt, den anderen nicht verletzten möchte.. Folglich betrügt man seine/n Partner/in nicht.
    Würde mein Freund mich betrügen (wir sind jetzt 3 Jahre zusammen), könnte ich mit diesem Vertrauensbruch nicht umgehen.. Ich liebe meinen Freund so sehr, das ich nichtmal dran denke mit irgendeinem anderen ins Bett zu hüpfen.

    Wenn man irgendwann meint man müsse eine offene Beziehung führen, in der jeder mit jedem schlafen darf/kann, dann ist es wieder was anderes, denn niemand wird hintergangen. Wenne Leute Liebe und Sex trennen können, dann ist es okay für sie.. Ich könnte es nicht.

  • Anonym, männlich, 28 Jahre sagt:

    Ganz klar. Wer eine Beziehung eingeht, für den sollte es nur den Partner geben. Allerdings muss es auch stimmen. Wenn der Partner sich über Wochen, Monate, gar Jahre verweigert, dem kann ich es nicht übelnehmen fremdzugehen. Eigentlich sollte man dann Schluss machen, doch genau das ist es doch: Man liebt den Partner. Es geht in dem Moment nur um das Bedürfnis. Um den Augenblick wieder begehrt zu sein.

    Liebe und Sex kann (!) was unterschiedliches sein. Sollte es aber nicht. Ich bin selbst fremdgegangen, obwohl ich meine Partnerin geliebt habe. Aber wäre die Beziehung in Takt gewesen, wäre mir das sicherlich niemals passiert.
    Sie hat die Beziehung darauf hin beendet. Und ich kann sie verstehen. Fremdgehen wäre für mich der Punkt, wo auch sie gehen könnte.

  • Anonym, weiblich, 27 Jahre sagt:

    Ich denke, Treue kann wunderbar funktionieren, wenn man Sex und Gefühl trennt.

    Sexuelle Anziehung empfinde ich bei sowohl Mann als auch Frau als etwas ganz Natürliches. Wenn man seinem Partner kommunizieren kann, dass man einen anderen Menschen sexuell attraktiv findet und sich gerne ausprobieren würde, finde ich das völlig in Ordnung.
    Casus Knacksus 1: Kommunikation und Ehrlichkeit! Kein Heimlichgetue.
    Casus Knacksus 2: Ein Partner (wahrscheinlich einer unter 1000000’en ;-)), der ebenso offen gestrickt ist wie man selber.
    Casus Knacksus 3: Die Gefühle, inklusive verliebtem, stundenlangem in die Augenschauen und zärtlichen Küssen, bleiben beim Partner.

    Ps: Nur meine Vorstellung der Möglichkeiten – noch nie sexuell untreu gewesen :-)

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Es ist erstaunlich wie viele Fremdgeher es gibt unter uns Gewohnheitstieren. Liebe und Treue ist nur etwas für die Willensstarken und Mutigen unter uns, das hat mir Matthias beigebracht. Sie erhalten das Bild des Menschen, das er sich so lange Zeit hart hat erkämpfen müssen. All die Anderen, die meinen „sich ihre Seele aus dem Leib“ zu müssen, sollten vergessen einen Partner aufzusuchen, um das Konstrukt Liebe zu bauen. Entweder man hat Hunger oder man hat Durst. Freitreue Seelen sind bemerkenswerte Wesen. Diejenigen die meinen back to their basics gehen zu müssen sind lustig. Jedenfalls kann man nich alles haben! Und die, die meinen sie können ihr Magengrummeln mit ner Wassermelone stillen und somit doch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Die sollen verhungern.

  • Anonym, weiblich, 17 Jahre sagt:

    Ich weiß, wer jetzt mein Alter sieht, denkt eh nur, dass ich noch nicht alt genug bin, um mir da eine Meinung zu bilden.
    Ich finde jedenfalls, wenn man den Partner wirklich liebt, wird man irgendwie damit umgehen können, wenn der Partner fremdgeht. Kompliziert wird es nur, wenn das häufiger passiert, aber dann kann man ja drüber reden usw., usw.
    Das mit der Monogamie ist doch auch nur ein von der Gesellschaft auferlegtes moralisches Prinzip. Soll jeder selbst für sich entscheiden, wie es ihm gefällt, aber andere dafür zu verurteilen, ist albern.

  • Anonym, männlich, 46 Jahre sagt:

    Es ist letztlich alles nur eine Frage der Aufrichtigkeit, sowohl voreinander als auch vor sich selbst! Monogamie ist in meinen Augen eine religiös aufindoktrinierte und gesellschaftlich romantisierte Illusion, die in jeder Sekunde auf´s Neue mit oft verheerenden Folgen in sich zusammenstürzt und oft im buchstäblichen Sinne nichts als verbrannte Erde zurück lässt. Diese Enttäuschung kann schlimmer nicht sein. Wie kann man einen Menschen derart hintergehen und belügen, ja geradezu für dumm genug halten, nichts zu bemerken, welchen man zu lieben glaubt und behauptet? Ich habe bereits in sehr jungen Jahren für mich beschlossen, dass es in meinem Leben diesbezüglich keine Lügen geben soll! Und ich habe durchaus positive Resonanz erfahren dürfen! Ich glaube, ich bin einer der wenigen Männer, die in meinem Alter von sich behaupten können noch nie eine Frau betrogen zu haben! Kommunikation ist eine prima Sache! Sie ermöglicht schier Unglaubliches! Ich liebe zwei Frauen, beide kennen einander, und wir unterstützen uns gegenseitig in allen Belangen und allen Schandtaten! Eifersucht? Natürlich müssen auch wir uns damit auseinander setzen! An manchen Tagen könnte ich die Wände hoch gehen! Und meine Liebsten, eine jede für sich, auch! An anderen Tagen… Die Frage ist nur, wie man damit umgeht. Und wenn einander Liebende einander wirklich alles erzählen und daher einander auch wirklich blind vertrauen können, entwickelt sich eine Vertrautheit, welche kaum mehr zu erschüttern ist! Sich darauf verlassen zu können, niemals von hinten diese Keule übergezimmert zu bekommen, dass da etwas läuft, wovon nicht der Hauch einer Ahnung bestand, gar zu erfahren, dass alle Freunde es schon seit Monaten wussten , das vermittelt eine unvergleichliche Geborgenheit!

  • Anonym, weiblich, 29 Jahre sagt:

    von einer abgesprochenen offenen beziehung zu reden oder von betrug (bei dem man den guten willen seines partners ausnutzt und ihn letztlich entmündigt) sind für mich zwei komplett verschieden dinge.
    beim betrug ist ja oft der mangel an respekt, empathie und tatsächlichem interesse den dieser beim partner aufdeckt schockierender/schwerer abzufedern, als der tatsächliche sexuelle akt, den dieser vollzogen hat. es ist für mich ausdruck einer tief narzisstisch gestörten persönlichkeitsstruktur, kein problem damit zu haben, sich die sexuelle exklusivität und fortlaufende liebe des partners abzuholen, während man selbst den entsprechenden preis nicht zu zahlen bereit ist.
    ich hätte alle meine freunde mehrmals betrügen können und dass ich es nicht getan habe hat vor allem mit dem respekt zu tun, der eigentlich jeder, speziell aber der von uns (angeblich) geliebte mensch verdient haben sollte. wenn ich sexuell experimentieren möchte, kann ich das ansprechen/vereinbaren oder mich trennen. alles andere ist uninteger, feige und egozentriert. und die offenbarung eines solch schwachen charakters finde ich persönlich viel widerlicher, als jeden sexuellen akt mit irgendwelchen dritten.

  • Anonym, weiblich, 27 Jahre sagt:

    Kommunikation ist alles!

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Die Frage, die sich erst einmal stellt ist, was wir uns alle unter Fremdgehen vorstellen…

    Für mich bedeutet Fremdgehen, dass mein Partner mit einer anderen Frau schläft und ich das nicht weiss. Das ist für mich aufgrund des Vertrauensbruchs inakzeptabel.

    Wenn mein Partner und ich aber entscheiden, eine offene Beziehung zu führen, dass jeder mit wem er will und so oft er will, dann ist das für mich nicht Fremdgehen und dann ist das auch kein Problem für mich. Ich finde offene Beziehungen sehr interessant, weiss aber nicht, ob ich dafür gemacht bin.

    Nach drei Jahren Beziehung schau ich schon oft über den Tellerrand hinaus, hab mich aber noch nicht rausgewag. Ganz einfach weil ich ihn zu fest mag. Ich könnte ihm das nicht antun. Falls es aber irgendeinmal so weit kommen würde, und ich über den Tellerrand hinaus gehen möchte, würde ich mit ihm zuerst mal darüber reden.

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Ich habe vor einem Jahr meinen Ex-Freund betrogen mit dem Menschen, mit dem ich seit fast so langer Zeit nun auch zusammen bin. Verrückt und sicher auch nicht ganz fair. Jedoch ist mir es passiert, weil ich selber den Mund nicht aufgemacht habe in meiner Beziehung und nicht gesagt habe, was mir fehlt (Nähe in der Fernbeziehung durch Telefonate, Skypen, SMSen oder sonst was). Eindeutig mein Fehler.
    Und doch denke ich, dass er mit seiner Entscheidung, mich nach dem Betrug nicht mehr als seine Freundin haben zu wollen, sehr sturr gehandelt hat. Er hängt an seinen Prinzipien, hat er immer gesagt. Prinzipien. Ah ja. Gut, wenn man welche hat. Aber wenn man jemanden liebt, dann kann man das auch verzeihen – vorausgesetzt man redet darüber, warum es passiert ist und man es auch bei dem einem Mal belässt, wenn es den Partner so sehr verletzt hat. Ich denke, dass man nach dem Fremdgehen ganz anders mit allen Problemen umgeht und viel offener ist (ich zB) und der Partner auch an sich arbeiten kann. Genau das habe ich nämlich bei meiner besten Freundin auch gesehen, die auch fremdgegangen ist und nun glücklicher als zuvor mit ihrem (nun) Verlobten ist.

    Ich bin nicht generell für das Fremdgehen, aber ich denke doch, dass es meistens helfen anstatt schaden kann.

  • Anonym, männlich, 25 Jahre sagt:

    Nachtrag zu Anonym, männlich, 25 Jahre sagt: 17. Oktober 2013 um 16:20

    Fair wäre es meiner Meinung auch wenn sich jemand in einer Beziehung eine offene Beziehung wünscht dem Partner die erste Erfahrung auswärts machen lässt damit derjenige wenigstens selber vorerst mit den Schmerzen zu kämpfen hat, begreift was es heißt zu wissen das der Partner mit jemand anderen geschlafen hat. Vielleicht möchte man anschließend diesen Schmerz seinem Partner gar nicht mehr antun. Wer weis?

  • Anonym, männlich, 25 Jahre sagt:

    Ich finde Fairness in einer Beziehung ist mindestens genau so wichtig wie Treue. Fühlt man sich unfair behandelt kann das genau so eine Bindung zerstören. Zum Beispiel:
    Partner A fühlt sich lange Zeit nicht attraktiv, hat zu wenig selbstvertrauen und hat aus diesen Gründen kein Bedürfnis eine geöffnete Beziehung zu führen.
    Partner B jedoch würde sich gerne den einen oder anderen fremden Spaß gönnen, setzt jedoch nach Gespräche und Erfahrung wie der andere durch begangene Fehler verletzt wird dem ganzen ein Ende und lässt es bleiben.

    Jahre vergehen

    Plötzlich fühlt sich Partner A attraktiv, selbstbewusst, bekommt Komplimente und beginnt „über den Tellerrand zu schauen“ (da der Teller vorher nicht leer gegessen wurde) und möchte Erfahrungen mit Anderen sammeln. (Anspielung auf Anonym, weiblich, 22 16. Oktober 2013 um 12:20).
    Ist es dann Partner B fair gegenüber auf einmal die Sichtweise zu ändern und eine offene Beziehung zu wollen? Vor allem da sich Partner B bereits darauf eingestellt und gelernt hat reizende Angebote einfach als Kompliment zu sehen jedoch ablehnt und treu bleibt.
    Natürlich könnte man ab nun an eine offene Beziehung führen wenn man dieses Thema so schwer es auch ist ordentlich anspricht und dem anderen Zeit gibt darüber nachzudenken.
    Unfair und untreu auf jeden Fall ist es dann von Partner A einfach fremd zu gehen und es auf die Eifersucht, sprich Angst vom Partner B besch***en zu werden zu schieben.

  • Anonym, männlich, 37 Jahre sagt:

    Die Kommentare hier sind so vorhersehbar wie traurig. Entlarvend ist daß für viele Liebe offenbar etwas ist, was den Partner verpflichtet. „Wenn er/sie mich wirklich liebt, braucht er/sie nicht fremdgehen“. Mal abgesehen davon, daß der Begriff „fremdgehen“ bei einer auf Absprache basierenden offenen Beziehung völliger Kokolores ist zeigt diese Projektion auf, was der wahre Hintergrund von Monogamie und der Illusion der lebenslangen Zweierbeziehung ist: Massive Verlustängste und mangelndes Vertrauen bei denjenigen die gegen offene Beziehungen argumentieren. Wer keinen Schiss hat seinen Partner/seine Partnerin zu verlieren oder hinters Licht geführt zu werden, der braucht denjenigen auch nicht hermetisch an sich zu binden.

    Monogamie ist aber ein sich selbst erhaltender Kreislauf. Denn solange wie eine Attraktion zu einem anderen Menschen ausserhalb der Beziehung bei Vertiefung irgendwann darauf hinausläuft daß man sich zwischen einem von beiden Menschen entscheiden muss, ist natürlich „Fremdgehen“ der Nährboden für Trennungen und den Verlust des geliebten Partners.

    Den meisten Kommentatoren hier ist aber zuzugestehen dass sie noch vergleichsweise jung sind. In dem Alter habe ich auch noch an das Märchen von der glücklichen lebenslangen Beziehung geglaubt. Mittlerweile lebe ich in manchmal wechselnden festen Beziehungen in denen meine Partnerin an erster Stelle steht (Primärbeziehung) aber ich trotzdem noch dürfte wenn ich wollte und es sich ergeben würde. Tatsächlich hat es sich bislang nie ergeben, aber alleine das Wissen daß man nicht eingezwängt ist, daß man sich nicht zurückhalten müsste einfach mal seine Geilheit wegzuv…. hat was reinigendes und befreiendes. Wer zwischen Liebe und Sex nicht unterscheiden kann und nicht sieht daß Sex in einer Liebesbeziehung auch immer noch was anderes ist als Sex aus Lust auf Sex, der tut mir eh leid.

    Man darf allerdings nicht unter den Tisch fallen lassen, daß es viele Negativbeispiele offener Beziehungen gibt, bei denen es eigentlich nur dem Kerl darum geht möglichst viel rumf… zu können. Diese Leute bringen das Konzept in Verruf, ein Konzept was tendenziell stabilere und länger anhaltende Beziehungen bringt.

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Wer einmal diese Grenze übertritt, wird es vermutlich wieder tun.

    Wer also nicht von vornherein seinem Partner gegenüber klar stellt, wie er zum Thema „Treue“ steht, und dieser nicht in dieser Hinsicht ähnlich tickt, ist der Stress eigentlich vorprogrammiert.

    Wer hintergeht (denn das bedeutet der harmlos klingende Begriff „fremdgehen“ ja letztendlich), der untergräbt das Vertrauen seines Partners massivst.

    Manchmal lassen sich die Scherben dann kitten, in einem langsamen Prozess. Bei einigen Paaren ist die Basis dann aber so angegriffen, dass nichts mehr zu retten ist.

    Es ist verständlich, um seine Beziehung zu kämpfen. Aber manchmal klammern sich die Leute dann an etwas, was längst vergangen ist. Dann wird man immer und immer wieder enttäuscht und verletzt.

    Ach ja, die Liebe…

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Ich vertrete auch offen die Meinung:

    Betrügt mich mein Partner, will ich es nicht wissen.

    Was ich nicht weiss, kann mich nicht umbringen.

    Gewissensbisse? Pech gehabt, Junge! DEIN Problem. Mach es nicht zu meinem.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Na toll, wenn ihr eurem Partner sagt, dass ein einmaliges Fremdgehen noch nicht das Beziehungsaus bedeutet, warum gebt ihr im nicht gleich ’nen Freischein?
    Wenn ich betrogen werden würde, wäre es aus. Das Vertrauen wär dahin. Zerstört. Tot. Das habe ich meinen Mann sehr, sehr, sehr deutlich gesagt (die Worte „Schwanz“ und „abhacken“ könnten gefallen sein… :)) „Ja aber, es gibt ja auch Gründe warum man fremd geht…“, werden einige einwenden. „Man kann ja dann darüber reden und die Dinge bereinigen, sich wieder Mühe geben“ – ähm ja. Wie wär’s mal mit dieser Reihenfolge: ZUERST reden! WARTEN, ob sich was ändert. Nein? Schlussstrich ziehen falls es unaushaltbar ist.

    Ansonsten: auch Macken akzeptieren.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Ein Mensch, der dich innig liebt, betrügt dich nicht! Auch nicht, „weil sich die Gelegenheit“ ergeben hat!

    Kommt allmählich wieder runter von der ganzen „Ich will alles – jetzt sofort und scheiss auf die Anderen“-Tour!!

    @Anonym, weiblich, 22 Jahre:
    „Dann denkt man sicher: Was? Ich darf diesen Menschen nie berühren ? Niemals nah kommen? Nie einen Platz in seinem Herzen haben, oder von mir aus, auch nur im Bett?“ — Jawohl, NIEMALS. NIE. NEVER. Ausser du gibst die andere Beziehung auf.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Treue ist das A und O in der Beziehung! Ich bin seit einem Jahr verheiratet. Wenn man sich nicht vorstellen kann, treu zu sein, kann man es auch gleich lassen mit ner Beziehung!

    V.a. warum soll man das, was gut ist, aufgeben? Für den schnellen Kick? Auch der flacht wieder ab! Und dann? Steht man vor einem Scherbenhaufen – hat seinen Partner betrogen und kaputt gemacht.

    Wer fremdgehen toll oder cool findet, dem hat es ins Hirn gesch…neit!

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Vor ein par Montane habe ich angefangen Treue in Frage zu stellen, und das nicht mal aus bestimmten Grund, denn ich war bisher eine durchweg treue Seele, und das nicht, weil ich mich aus moralischen Gründen dazu gezwugen habe, sondern es gar nicht anders wollte. Auch wurde ich schon einmal betrogen und weiß, wie sehr einen das den Boden unter den Füßen weg zieht, wenn es so unvermittelt passiert. Somit ist der Gedankengang bei mir sogar relativ objektiv, also sage ich das, was ich sage, nicht, weil ich generell jemand bin, der besonders starke Triebe hat und sich irgendwie raus reden möchte :). Bisher konnte ich mir wahre Liebe ohne Treue nicht vorstellen. Ich ging einfach immer von mir selbst aus, weil ich immer nur Augen für eine Person hatte und konnte zum verrecken nicht über den Tellerrand schauen. Aber wer sagt denn, dass andere Sex und Liebe nicht trennen können? Oder, dass man nicht wirklich mehrere Menschen auf eine gewisse Art lieben kann. Vielleicht sogar ich, vielleicht ist mir wärend einer Beziehung einfach nur noch nicht DER andere Mensch begegnet. Die Vorstellung von Treue empfand ich immer als höchst romantisch und edel. Aber wenn man mal bedenkt, wie viele Menschen unsere Zuneigung verdient hätten, oder dass wir wahrscheinlich nur dieses eine Leben haben, kann man es auch so betrachten, dass es ziemlich schade wäre sich für alle anderen zu verschließen. Wie viele Paare trennen sich unter Tränen und Geschrei, wenn der eine den anderen betrogen hat, und das, obwohl ansonsten vielleicht wirklich alles bestens lief? Natürlich ist es auch oft so, dass man betrügt, wenn eben nicht alles bestens läuft, und die Beziehung eh kurz vor dem Ende steht. Aber sicherlich gibt es auch den ersteren Fall. Ist es nicht bescheuert jemanden zum Teufel zu jagen, wegen ganz natürlichen Gefühlen oder Trieben die er empfindet, obwohl er einen wunderbar behandelt hat und man sich toll verstanden hat? Ich denke was wirklich schlimme ist, ist, dass das Vertrauen verletzt wurde und man das Gefühl hat, den den man so liebt gar nicht gekannt zu haben. Aber die Tat selber ? Und ist es nicht eher verwerflich als romantisch zu sagen: Der Mensch ist mein und es gibt nur noch ein WIR. Sollte man was man liebt, sich nicht entfalten lassen? Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber der Gedanke ist ja vielleicht nicht ganz falsch. Oder : Wenn man mal in der Position war, in jemanden verliebt zu sein, der vergeben ist, kann man das vielleicht am besten nach empfinden. Insbesondere, wenn dieser Mensch einen wirklich zu mögen scheint, aber findet, dass es höchst verwerflich wäre sich auf etwas einzulassen. Dann denkt man sicher: Was? Ich darf diesen Menschen nie berühren ? Niemals nah kommen? Nie einen Platz in seinem Herzen haben, oder von mir aus, auch nur im Bett?
    Diesen Menschen gibt es nur ein mal. Genau wie dieses Leben, jedenfalls gehe ich stark davon aus. Wenn ich auf die Weise darüber nachdenke, sehe ich „Treue“ in einem ganz anderen Licht. Ich will nicht sagen, dass es ganz schlimm und pfui ist, mit nur einer Person zusammen zu sein oder nur mit einer Sex zu haben. Aber man sollte nicht davon ausgehen, dass es die Norm ist, oder selbstverständlich. Ich will auch nicht sagen, dass es einfach ist, es so locker zu sehen. Ich bin selber jemand, dessen Herz und Magen sich verkrampft vor Eifersucht. Aber zumindest mein Kopf hat seine Einstellung zu Treue geändert. Vielleicht wird der Rest noch folgen, wenn man innerhalb der Beziehung für viel Vertrauen sorgt, sich geliebt fühlt und kommuniziert.

  • Anonym, weiblich, 18 Jahre sagt:

    Ich wurde selbst (leider oft genug j von meinem jetzigen Freund betrogen , jedoch fragt man sich wohlmöglich : wieso um Himmelswilleb bleibt sie dann mit ihm zusammen ?
    Nunja mit dem betrügen ist das so ich habe es nie getan aber wenn er es Tat dann war danach alles 5x schöner als vorher er bemühte sich um nicht gab mir zu verstehen wie shr er mich braucht und liebt und kämpfte um mich- das ganze geht 3 Jahre und 3 Mädchen waren im Spiel- ich zog den Schlussstrich schon öfter jedoch kam es immer würde zu einer Beziehung ich bin zu 90% sicher das er mich in der 2. Beziehung nicht betrog jedoch ist es schwer das zu Glauben Grade nachdem ih erfahren hatte das ich ( okay wir waren nicht zusammen jedoch so gut wie wieder ) emotional betrogen wurde – SMS von lauter : wir sind uns so ähnlich :) glaubst du das könnte was werden mit uns?:)
    Undsoweiter und so fort. Das war hart , das andere war alles körperlich jedoch das war sein ernst , das waren ernste Gefühle das war ein Schlag ins Gesicht schlimmer als alles je zuvor.
    Wie waren 4 Wochen komplett getrennt und als ich ihn mit allem konfrontiere kam weder Bemühung etwas zu erklären noch eine Spur von reue.bis eine SMS nach 4 Wochen kam wie sehr er mich vermisste und Malwieder war ich angetan davon wie sehr er ab dann um mich kämpfte und mit welchen Interesse er mir entgegen kam , nunja da sind wir wieder es ist alles sehr intensiv und emotional zwischen uns – aber ganz erhlich nach so einer langen zeit und vetrauensbrüchen denkt man nur es ist eine frage der zeit wann die nächste Bombe tickt. Hart aber ich Genieße es solange es noch da ist.

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Ich bin gerade erst betrogen worden, oder zumindest wurde das meinem Ex-Freund unterstellt… Ich wusste nicht genau wie damit umgehen, habe (wahrscheinlich) etwas überreagiert und so den Menschen den ich liebe verloren… Er hat allerdings auch nix unternommen um dieses Gerücht zu entkräften, ganz im Gegenteil… Für mich stellte sich nie die Frage fremdzugehen und ich kann auch nicht ganz nachvollziehen warum es jemand tut… Klar am Ende muss das jeder selber entscheiden. Ich hätte mir aber gewünscht das er mir gesagt hätte was ihm fehlt, als es sich bei einer Anderen zu holen.

  • Anonym, weiblich, 27 Jahre sagt:

    Ich war 7 Jahre mit meinem Freund zusammen und das ohne Fremdgehen. Einmal hat mir ein Anderer sehr gefallen, aber ich habe meinem damaligen Freund klar gemacht, dass ich etwas in der Beziehung vermisse und, dass er sich mehr anstrengen sollte- das hat funktioniert. Er hat sich mehr um mich gekümmert und ich bin treu geblieben. Ich habe bemerkt, dass viele meiner Freunde nicht mehr an Treue und Liebe glauben, mich macht das traurig. Ich denke treu sein ist wichtig, das ist doch das besondere an einer Beziehung, dass man nur diesen einen Menschen, in jeder Hinsicht möchte. Vielleicht bin ich altmodisch oder naiv… ist mir wurscht.
    Ich möchte mich außerdem der Kritik von Anonym, männlich, 25 Jahre 11. Oktober 2013 um 17:07“ anschließen: ich habe auch den Eindruck, dass die Neon (wenn ich das jetzt mal ganz plump zitieren darf, das hat der nämlich sehr schön geschrieben…) „eine emotional/soziale Wegwerfmentalität propagiert/suggeriert“.

  • Anonym, weiblich, 19 Jahre sagt:

    Ich wurde zu Beginn des Jahres betrogen und habe leider erst viel zu spät davon erfahren. Es ist schrecklich! Ich habe ihm so viel Vertrauen geschenkt und seine neue Bekannte hingenommen, nur weil ich sonst wieder die „misstrauische alte Lady“ gewesen wäre, dass ich alle Anzeichen für ein Fremdgehen weggeschoben habe. Monate später finde ich zufällig die Wahrheit heraus. Ich wollte ihm nicht die ganze Schuld geben, da ich der Meinung bin, dass auch ich dazu beigetragen habe. Dennoch verletzt es so unglaublich, dass ich heute noch traurig oder wütend bin. Ich habe die Beziehung damals nicht beendet, weil ich rückdenkend gesehen habe wie auch ihn sein Fremdgehen beschäftigt hat, allerdings hat er es nie gut machen können und hat es in meinen Augen auch nicht mehr wirklich versucht. Ich habe die Beziehung dann irgendwann beendet und danach erfahren, dass er kurz davor wohl nochmal fremdging. Mein Fazit: Ich kann ein Fremgehen verzeihen, denn es bedeutet, dass etwas in der Beziehung falsch gelaufen ist, allerdings muss dann auch der nötige Einsatz vom Partner kommen um es wieder gut zu machen, damit man ihm wieder vertrauen kann. Vergessen kann man so etwas sicher nicht. Ich denke ein Fremdgehen kann die Beziehung in gewisser Weise bereichern, allerdings sollte man ehrlich damit umgehen und es niemals verschweigen, auch wenn es noch so sehr verletzt. Frauen oder Männer die bewusst mit jemandem schlafen, von dem sie genau wissen, dass derjenige vergeben ist, sind allerdings das Allerletzte.

  • Anonym, männlich, 25 Jahre sagt:

    Tja, genau mit der Erfahrung betrogen worden zu sein habe ich gerade zu kämpfen. Nach 7,5 Jahren glücklicher Beziehung, welche natürlich Hoch- und Tiefs durchlebte. Leider kam es in den letzten Monaten immer mehr zu Auseindersetzungen, gerade wegen der Angst dass meine Partnerin fremd geht. Dies wiederum führte dazu, dass sie sich immer mehr von mir entfernte -> Teufelskreis. Nun ja, jetzt ist es vorbei. Man kann leider nicht sagen was der Auslöser war oder wie es sich entwickelt hätte wäre sie nicht fremd gegangen. Eins ist klar, es tut verdammt noch mal sehr weh. Mitunter ein Grund meiner Zweifel war der Neon Bericht über offene Beziehungen welche mir meine Ex vor die Nase hielt. Nach der Frage ob sie so etwas will verneinte sie. Es gibt bestimmt abgebrühte Menschen denen das nicht mehr so viel ausmacht wenn deren Partner mit anderen ins Bett steigen, freuen jedoch wird sich keiner darüber. Kann sich das ganze auch zu einem Wettkampf entwickeln. Ich finde es nur schade das gerade über Medien unterschiedlichster Art den Leuten eingetrichtert wird eine monogame Beziehung sei altmodisch und heute nicht mehr möglich. Zumal es aus Berichten im Freundeskreis etc. noch jeder bereut hat seinen Partner betrogen zu haben und Beziehungen zu Ende gingen. Vielleicht ist gerade die seltene Beziehung in der wirklich beide treu bleiben das Wahre und der Trend der offenen Beziehung nur Einbildung und Ausrede der Menschen welche es nicht geschafft haben.

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Ich finde, das sollte jedes Paar selbst für sich entscheiden, so lange eben beide die gleichen Vorstellungen haben und mit der Situation glücklich sind ist doch alles okay.
    Aber ohne, dass der andere davon weiß, das finde ich nicht okay. Vertrauen ist das wichtigste in einer Beziehung. Man muss nicht alles von einander wissen, aber DAS gehört definitiv zu den Dingen, die man voneinader wissen sollte…
    Für mich selbst käme eine offene Beziehung aber auch nicht in Frage. Ich hätte einfach auch zu viel Sorge dass mein Partner sich woanders was einfängt und mich damit ansteckt oder umgekehrt. Kondome schützen auch nicht gegen alles, das Risiko wäre mir zu groß. Ich denke sogar, wenn ich wüsste, mein Freund hätte noch mit einer anderen geschlafen, würde ich mich vor ihm ekeln. Sollte sich das Vertrauen wieder herstellen lassen, würde ich auf jeden Fall erstmal verlangen, dass er sich auf alles testen lässt.

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Ich kann es mir nicht vorstellen, eine offene Beziehung zu führen. Wenn er mich betrügen würde, wäre auch sofort Schluss.Dafür weiß er zu viel vertrauliches. Ich persönlich finde, es soll jeder selber entscheiden was er tut. Wenn ich wie zur Zeit keine Beziehung habe, dann habe ich eh viel Spaß. Nur kann ich mir eine feste Beziehung grade auch nicht vorstellen, weil ich mich in allen belangen ausleben möchte.

    Mit einem habe ich geschalfen, der hatte eine Freundin, was ich im nachhinen echt scheiße von mir finde, denn Sie weiß nciht was er tut. er hat mich gefragt ob wie das öfter machen können. Meine Antwort war, dass er ihr er dann erzählen oder mit ihr Schluss machen soll. Er wollte beides nicht tun. Deshalb ahbe ich mich von ihm abgewendet.

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Ich habe noch nie jemanden betrogen, war allerdings öfters, unwissend, die „Andere“. Eine Zeit lang war ich auch davon überzeugt, dass fast niemand ewig treu sein kann.. Heute glaube ich, dass die Meisten aus ganz verschiedenen Gründen fremd gehen. und je nachdem würde ich es in Zukunft auch nicht so eng sehen.
    Die Motive reichten von, in einer fremden Stadt Spaß haben, bis zu „eigentlich ist die ganze Beziehung schon am Ende“ will es sich aber nicht eingestehen. Aus Interesse habe ich mal genauer nachgefragt und alle drei hatten absolut kein schlechtes Gewissen ihrer Freundinnen gegenüber. Der Schweizer, welcher nur für ein Wochenende in der Stadt war, ist heute zwei Jahre später, noch immer glücklich mit seiner Freundin zusammen- die allerdings für Treue ist. Ist es also falsch, was wir getan haben? Für sie schon. Wäre sie glücklicher oder ihr geholfen wenn sie von den par Stunden von vor zwei Jahren wüsste? Eher nicht.
    Genau so würde ich es auch sehen, wenn mein Freund mir absagen würde, um mit einer anderen zu schlafen, wäre ich verletzt. Aber wenn man iwo auf Reisen ist und man dem perfekten Menschen für diesen einen Moment über den Weg läuft, warum dann nicht? Wenn man sich vertraut, sind solche Ereignisse belanglos.

  • Anonym, weiblich, 33 Jahre sagt:

    Ich betrüge meinen mann, den ich sehr liebe mit einem mann, den ich nicht halb so toll finde und bis vor kurzem nicht einmal mochte. Der typ ist mein chef und das erste mal sex war eher ein versehen, eine betrunkene geschichte jedenfalls. dasalles

  • Anonym, weiblich, 26 Jahre sagt:

    Ich kenne viele Ehepartner dessen Männer nicht treu sind. Gerade in den heutigen Ehen die lange lange gehen glaube ich eigentlich kaum das ein Mann nicht fremdgeht und eine Frau mindestens nicht schon den Gedanken daran hatte. Ich bin geschieden und verstehe aber dieses Bedürfnis total. Dennoch würde mich es warscheinlich treffen wenn ich Jahre glauben würde ich sei die einzig wahre- ich weiß nicht, dazu bin ich zu lange nicht mehr fest liiert gewesen, jedenfalls so fest das ich das beurteilen könnte. Wenn ich jemanden liebe bin ich jedoch treu, das kann ich dann nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, ich hab dann aber auch einfach nicht das Bedürfnis danach mit jemaden anderen ins Bett zu steigen wenn ich nur meinen Liebsten vermisse. ABER wenn ich ich weiß, der andere hat noch jemaden, und ich weiß es von vornherein und ich konnte es nicht ändern Gefühle für ihn zu entwickeln, kann ich aktzeptieren das ich nicht die einzige bin. Ich weiß nicht wie lange, aber die Liebe hat bis jetzt einiges geschlichtet. Ich denke wer wirklich liebt kann auch wirklich vergeben. Es kommt immer auf die Konstellation drauf an, und darauf nicht nur ausgenutzt zu werden. Wenn Gefühle im Spiel sind sollte man die schätzen. Ich bin aber auch der Meinung das ein oder mehrere Seitensprünge die eigentliche Beziehung wieder aufregend machen können, weil zu dem alltäglich gewordenen eine neue Distanz herrscht. Wenn man jemand anderen nahe war ist man entfernter von dem was vorher war, das macht wieder aufregend. Aber man sollte natürlich vorsichtig mit den Gefühlen des anderen umgehen. Ich verstehe die Leute die sich wegen einen Seitensprung trennen genauso wie die die sich deshalb nicht trennen!!!

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    super! ich finds echt klasse, dass dieses „böse“ thema auch endlich in der mainstream-presse angekommen ist. es ist so wichtig, mal über seine beziehungsmuster nachzudenken. leute, öffnet euch endlich, öffnet eure herzen und dann muss man der liebe auch keine grenzen mehr setzen! ich habe mich schon vor 5 jahren von festen beziehungen verabschiedet und ich kann mir nichts besseres mehr vorstellen!

  • Anonym, weiblich, 16 Jahre sagt:

    Ich hatte erst einen Freund und ich bin nicht fremdgegeangen und er so weit ich weiß auch nicht. Ich finde wenn man mit jemandem in meinem alter zusammen ist, sollte man eigentlich garnicht das bedürfnis haben mit jemandem anderen zu schlafen. Wenn es so ist das solte man es nicht geheimhalten. Das macht alles eigentlich erst richtig schlimm.

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre Jahre sagt:

    Ich finde es hängt sehr viel davon ab, wie man das Wort Treue persönlich definiert und versteht. Für mich verhält sich mein Freund nicht untreu, weil er mit einer Frau geschlafen hat, die er kaum kennt. Für mich verhält er sich vor allem dann untreu, wenn es eine andere Frau in seinem Leben gibt mit der er mehr Zeit verbringt, mehr lacht und der er mehr erzählt als mir.

  • Anonym, weiblich, 16 Jahre sagt:

    Wahrscheinlich kommt es immer eher darauf an, welche Position man in diesem Spiel spielt. Den, der fremdgeht, oder in meinem Fall die, die mit macht.. Beides unakzeptabel, nur dass man in meinem Alter wohl noch nicht von DER großen Liebe spricht. Für ihn war es einfach ein Abenteuer, wie ein kleiner Fluchtweg aus dem Alltag, anders also normal. Ich selbst hatte wenig zu verlieren, eigentlich garnichts. Dachte ich. Doch danach war nichts mehr wie vorher. Einmal und nie wieder! Hätte ich davor gewusst, wie viel wir wegen einem einzigen Mal kaputt machen: die ganze Freundschaft die wir uns aufgebaut hatten in den letzten Jahren, einfach verschwunden. Ich hätte mich nie darauf eingelassen. Hätter er gewusst, wie schlecht er sich wegen seiner Freundin danach fühlen würde, hätte er es nie getan. Ändern lässt sich jetzt nichts mehr, doch ich weiß, dass Fremdgehen, vorallem mit Menschen, die man zu gut kennt – zu lange, der größte Fehler ist, den man machen kann!

  • Anonym, weiblich, 40 Jahre sagt:

    Treue ist oberstes Gebot !!!
    wer mit dem Herzen seinen Partner liebt würde noch nicht einmal in Versuchung kommen bzw es ausnutzen
    Warum sonst gibt man sich den Treueid
    wollen wir ein schlechtes Vorbild für unsere Kinder sein
    ihnen die Familie u das Zusammengehörigkeitsgefühl nehmen u sie verunsichern
    könnte noch so viele Gedanken u erlebtes schreiben nur ist jeder seines Glückes Schmied
    viel Glück euch allen u macht das beste aus eurer Beziehung

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    Ich finde, dass Treue sehr wichtig in einer Beziehung ist! Ich denke einfach, dass man sich entscheiden sollte, ob man mit einer Person eine feste Beziehung eingehen will oder eben nicht. Persönlich wäre Fremdgehen ein Grund, um Schluss zu machen. Ich käme mir einfach betrogen und hintergangen vor. Man hat doch eine Beziehung um nur mit einer Person zusammen zu sein und auch nur mit dieser sexuell zu sein. Möchte man dies mit anderen Personen, dann braucht man auch keine Beziehung. Und wenn man dieses Gefühl, während man einen Partner hat, hat, dann sollte man in der Lage sein, sich klar zu machen was ein „Ausrutscher“ für die Liebe bedeuten könnte. Ist die Partnerin oder der Partner einem wirklich wichtig, dann bleibt man auch bei ihr und geht meiner Meinung nach nicht fremd. Natürlich gibt es auch Paare, die das sicherlich anders sehen. Das ist auch völlig in Ordnung. Nur man sollte es wirklich miteinander besprochen haben, damit keiner unnötig verletzt wird. Ich persönlich könnte das nicht und ich kenne auch keinen der das so sieht! Deswegen glaube ich, dass die Mehrheit der Menschen keine so offene Beziehung bevorzugt!

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Doch, pauschalisieren geht. Jeder hat die Wahl, die Beziehung einzugehen, die er sich wünscht. Wenn er jemanden findet, der die gleichen Vorstellungen hat, führt das sogar dazu, dass beide zusammenkommen. Ob das eine offene, oder eine feste Beziehung ist, ist eigentlich egal. Hauptsache, dass Vertrauen stimmt dabei. Vielleicht ist Treue mittlerweile überholt und wir sind alle zu konservativ, aber wenn man sie sich gegenseitig verspricht (irgendwann redet man doch immer mal darüber.) dann kann man ruhig ehrlich zueinander sein. Und wenn man lieber Lust auf was anderes hat, als die langweilige Beziehung, kann man jederzeit Schluss machen. Und sich jemanden suchen, der offene Beziehungen geil findet. Als jemanden, der ehrliche Erwartungen hat, zu enttäuschen(und die gemeinsame Zeit als komplett vergeudet aufzudecken). Und Leuten, die Affären mit vergebenen Menschen eingehen sollten selber erfahren, wie es ist, betrogen zu werden, oder endlich mal vom Gurkenlaster getroffen werden.

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    und wenn man jetzt einen 3er oder mehr hat? ist das dann auch betrug?
    vertauen ist mehr als treue..
    wenn man über alles reden kann ist auch alles okey.
    aber das muss jeder für sich selbst herausfinden und es müssen immer beide parter/innen damit einverstaden sein. so kann es eine bereicherung sein..

  • Anonym, weiblich, 21 Jahre sagt:

    Irgendwie pauschalisieren hier die meisten. aber das geht in sachen liebe nicht. jeder muss selber für sich entscheiden wie es ihm am besten geht und was man braucht. liebe gibt es in so vielen formen und arten und man kann sie auf so viele art und weisen fühlen und ausdrücken. und ein gut und schlecht gibt es in der liebe mit sicherheit nicht.

  • Anonym, weiblich, 20 Jahre sagt:

    Mit meinem letzten Freund war ich etwas mehr als 2 Jahre zusammen, letztendlich hab ich Schluss gemacht, unter anderem weil ich mit einem Freund von ihm geschlafen hatte, der seit einiger Zeit Single war. Und immer wenn wir alle zusammen feiern waren haben wir „heimlich“ miteinander getanzt. Das war meinem Freund gegenüber mies, aber wir fanden das spannend. Irgendwann ist es dann wirklich dazu gekommen, dass wir ihn betrogen haben. Ich sage „wir“, weil er ja auch sein Freund war.. Und wir haben uns sogar heimlich getroffen obwohl ich noch mit meinem Freund zusammen war. Irgendwann hab ich dann Schluss gemacht, einerseits weil ich durch das Fremdgehen bemerkt habe, dass es noch etwas anderes , eventuell spannenderes gibt als meinen Freund und andererseits weil man sowas einfach nicht mit seinem Gewissen vereinabren kann.
    Ich habe aus der ganzen Sache gelernt, dass man bevor man mit jemandem zusammnen kommt wirklich sicher sein sollte, dass man genau mit diesem Menschen zusammen sein will, dass man, wenn man in einer Beziehung ist, auf KEINEN FALL fremd gehen sollte, weil das dem anderen gegenüber einfach gar nicht geht! ich will nie mehr dafür verantwortlich sein, dass sich jemand wegen meinem Verhalten vorkommt wie der letzte Dreck. Also lieber Schluss machen und sich austoben als sowas während einer Beziehung zu machen. Und sich vorher darüber Gedanken machen, ob die Beziehung, in der man ist, wirklich so schlecht ist, dass man sie auf’s Spiel setzen will. Denn wenn man es bereut, nachdem man fremdgegangen ist oder Schluss gemacht hat, kann es zu spät sein, und dann helfen auch keine Entschuldigungen und Liebesbeteuerungen mehr.

  • Anonym, weiblich, 30 Jahre sagt:

    Grundsätzlich ist Treue einfach der Grundstein für jede Beziehung und für alles. Untreu sein bedeutet doch eigentlich sich selbst zu verarschen. Du hast dich doch fuer deinen partner freiwillig entschieden..wenn du ihn oder sie betruegst..dann beluegst du dich doch selbst und hast angst die beziehung zu beenden. Falls es nur ein kleiner ausrutzscher war..also bisschen knutschen..weil es gerade sehr gekriselt hat und es eben einfach passiert ist..kann dies allerdings die Beziehung..wenn es wirklich ernst ist sehr stärken..dennoch nicht als Grund nehmen jetzt und fremdgehen

  • Anonym, weiblich, 16 Jahre sagt:

    an Anonym, weiblich, 22 Jahre von heut um 13.30: Genau deine Meinung, konnte mich nur nicht ausdrücken.
    Frag mich auch oft, obs eigentlich so wirklich von „der Natur“ bestimmt ist, dass emotionale und sexuelle Treue verbunden werden muss. Komme aber immer zu ja! Es ist einfach ecccccccccccht schön.. für mich. Und mein Freund ist auch der Meinung, bis jetzt eben. Aber vielleicht sind wir nach einem Jahr auch noch viel zu sehr In_LoV€ um für andere n ernsthaftes Auge zu haben ?? :) Mal abwarten

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Wer liebt, bleibt treu. Alles andere ist nur Beruhigung des eigenen (zu Recht schlechten) Gewissens.

  • Anonym, männlich, 27 Jahre sagt:

    Ich habe wohl in meiner „Jugend“ nicht die Erfahrung gemacht, die mir jetzt das treu sein und nicht mehr probieren wollen erlaubt.

    So richtig Untreu war ich noch nicht, aber irgendwie reizt es mich schon, mal das Erlebniss zu haben, was nach mehr als sechs Jahren Beziehung und mittlerweile Wohneigentum einfach nicht mehr einstellt.

    Ich denke nicht das es besser wird, aber auch nicht schlechter.
    Solange man damit umgehen kann..

    Ich rauch mir auch abundzu mal nen kleinen.. das weis fast niemand. Und die Beziehung wäre genauso am wackeln, als wenn sie das Fremdgehen mitbekommt.

    Also was solls..
    Leben ist nicht nur nach Regeln spielen.

  • Anonym, männlich, 25 Jahre sagt:

    Ich erinnere mich noch ganz gut daran als es mir passierte. Es war auf der Abschlussfahrt meiner Schulklasse damals und hab ein Mädchen in der Herberge kennengelernt und es kam eins zum anderen. Zwar war Alkohol im Spiel aber das ist nie eine Ausrede!
    Davon abgesehen, dass ich der Arsch bei den Mädchen in der Klasse war, hab ich mich sehr schlecht gefühlt. Meine Freundin saß unwissend Zuhause und ahnte nichts. Als ich dann zurück war hab ich das sofort gebeichtet. Zu meiner Überraschung war sie überhaupt nicht sauer auf mich. Warum weiß ich nicht. Besser gefühlt hab ich mich dadurch aber nicht und es ist mir auch nie wieder passiert.

    Treue und Vertrauen sind doch letztlich die Grundpfeiler einer Beziehung, wenn die Substanz schon Risse hat, dann kann doch auf Dauer das nicht gut gehen. Angenommen, man hat eine offene Beziehung, dann kommt es doch irgendwann zwangsläufig zum gegenrechnen. Wie oft hat er/sie einen anderen gehabt? Wie oft ich? Am Ende bleibt immer einer auf der Strecke und fühlt sich schlecht. Das kann nicht funktionieren.

    Jetzt mal eine kleine Kritik an die Neon…
    Ich hab in letzter Zeit festgestellt, dass in Sachen Beziehung/Liebe vermehrt ein gewisses Maß an Meinungsmache betrieben wird. Wenn ich so z.B. an Artikel denke wie „Es war noch nie so einfach Single zu sein!“ denke oder diesen jetzt. Ich bin weder prüde oder verklemmt aber ich hab langsam den Eindruck, dass die Neon eine emotional/soziale Wegwerfmentalität propagiert/suggeriert.

  • Anonym, männlich, 25 Jahre sagt:

    Bin ich treu? Nein! Wie oft war ich schon untreu? Knutschen/Küssen waren 4 verschiedene; Sex gab es 2 Damen.

    Liebe ich meine Freundin? Ja, sie ist die liebe meines Lebens!

    Warum mache ich es dann? Das frage ich mich auch oft. Anfangs war es wohl so ein Selbstbewusstsein-Dinges; „ja ich bekomme noch andere gutaussehende Frauen ab“. Und jetzt? Irgendwo fehlt mir wohl das Gefühl „frisch verliebt sein“. Sie ist zwar die Liebe meines Lebens, aber ein Kribbeln habe ich nicht mehr im Bauch wenn sie kommt. Mit meiner aktuellen Affäre habe ich das.

    Bringt es unserer Beziehung etwas? Mehr Gefühle für sie habe ich nicht bekommen, der Sex ist auch nicht aufregender geworden. Also eigentlich nein

    Würde ich es wieder machen? Ich mache es noch, heute Abend wohl schon wieder. Meine Freundin werde ich trotzdem nicht verlassen. Irgendwie sind dafür unsere Lebensvorstellungen zu ähnlich. Außerdem würde es bei der nächsten Freundin wieder passieren. Leider.

  • Anonym, weiblich, 22 Jahre sagt:

    Treue lohnt sich, weil man durch sie das, was man sich nur für den einen Partner vorbehält, zu etwas Außergewöhnlichem erhebt und so seine Beziehung romantisiert. Ohne die Erhebung des Gewöhnlichen zum Außergewöhnlichen kann Liebe nicht bestehen bleiben. Außerdem ist es unglaublich beruhigend, in dieser Ich-halt-mir-alle-Optionen-offen-Gesellschaft nur eine einzige Wahl zu haben.