Richtig sparen

We viel Geld brauchst du? Unsere Generation spart sich still und heimlich ein Vermögen an.
Am Ende jedes Monats jammern alle über leere Konten. Gleichzeitig spart sich unsere Generation still und heimlich ein Vermögen an. Wie kann das sein? In der aktuellen Ausgabe gehen wir dieser Frage nach und hier stellen wir euch ein paar praktische Programme vor, mit denen ihr den Überblick über eure Finanzen behaltet.

Eines gleich vorweg: Schön ist Finanzsoftware nie. Aber das soll sie ja auch nicht unbedingt sein. Wichtiger ist die einfache Erfassung von Ein- und Ausgabe und die Aufbereitung in aussagekräftigen Berichten und Diagrammen. Wir haben für die wichtigsten Plattformen jeweils ein Tool herausgesucht, mit dem dies gut möglich ist.

WISO Haushaltsbuch (PC)

Die WISO-Produkte zählen mittlerweile zu den etabliertesten Finanz-Tools. Viele erledigen mit dem WISO-Steuersparbuch die jährliche Steuererklärung. Das Haushaltsbuch ist zum einen eine vollwertige Banking-Software und bietet zum anderen die Möglichkeit sämtliche Einnahmen und Ausgaben zusätzlich in Kategorien aufzubereiten um sich Budgetpläne und Sparziele anzeigen zu lassen.

iFinance (OSX)

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Für eine OSX-Software ist iFinance erstaunlich hässlich geraten. Die Funktionalität überzeugt aber. Man kann verschiedene Konten einrichten und Kontostände automatisiert über den Online-Banking-Standard HBCI abholen. Wiederkehrende Einträge werden dabei automatisch erkannt und Kategorien zugeordnet. Über die Berichtsfunktion bekommt man aussagekräftige Diagramme und kann sich verschiedene Budgetpläne. Die Erfassung von Alltagsausgabe gelingt mit der zusätzlichen iOS-App noch etwas schneller und synchronisiert sich dann automatisch mit der Desktop-Version.

Web-Budget-Planer (Online)

Die Sparkasse bietet einen rudimentären Budget-Planer an, der über eine Weboberfläche bedient wird. Das hat den Vorteil, dass man plattformunabhängig arbeiten kann und den Nachteil, dass das Erfassen von Einträgen ziemlich langsam und umständlich vonstatten geht. Empfiehlt sich nur für Leute, die von überall auf ihren Budgetplan zugreifen wollen.

MoneyControl (iOS)

Mit der App kann man auf dem iPhone ziemlich schnell und elegant Alltagsausgaben erfassen. Regelmässige Eingänge legt man als wiederkehrende Ereignisse an. In der Basis-Version kann man nur 20 Einträge erfassen. Um das Tool effektiv zu nutzen muss man knapp 3 € für die Pro-Version in die Hand nehmen. Diese bietet dann umfangreiche Auswertungen und Berichte, mit denen man den Überblick behält.

Das Excel-Haushaltsbuch (PC/OSX)

haushaltsbuch_excel

Weniger Glamour geht nicht. Aber es funktioniert. Mit dieser kostenlosen Excel-Vorlage kann man relativ schnell sämtliche Fixkosten -und Einnahmen erfassen und dann in jedem Monat noch die variablen Kosten hinzufügen. Am Ende steht dann unterm Strich entweder eine rote oder eine grüne Zahl. Läuft sowohl unter Windows, als auch OSX mit Excel.

Toshl (Android, iOS, Windows Phone)

toshl-blog

Kaum zu glauben, aber wahr: Android kann auch schön. Wer simpel und schnell seine Ein- und Ausgaben im Blick behalten möchte, kann mit Toshl kaum was falsch machen. Ihr könnt eueren Finanzhaushalt über die Cloud synchronisieren, eine Erinnungsfunktion einschalten oder auch in die gängigen Textformate exportieren. Problem: Registrierung ist Pflicht. Und wer alle Pro-Funktionen nutzen möchte, darf nochmal 1,47 Euro von seinem monatlichen Budget abziehen.

Habt ihr noch andere Spartipps oder Werkzeuge mit denen ihr eure Finanzen übersichtlich haltet? Oder ignoriert ihr das alles lieber und werdet erst aktiv, wenn der Bankberater wegen des überzogenen Dispokredits anruft?

Heiko Bielinski
Heiko Bielinski twittert am liebsten auf der #autobahn, ist Münchner Ironblogger der ersten Stunden und produziert jeden Tag durchschnittlich 5 Liter Kaffee.
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  • Marc sagt:

    Vielen Dank für die schönen Tipps, aber falls man gedenkt langfristig Geld anzusparen, so sollte man das nicht in Papiergeld tun, sondern das Geld eher in Sachwerte investieren, denn wenn man in Papiergeld spart unterliegt das Geld der Inflation und verliert an Wert. Diese Tipps habe ich von der Seite:
    http://schlauer-sparen.com

    Liebe Grüße
    Marc

  • Zalg sagt:

    Na das ist doch mal ein guter und interessanter Beitrag! Sparen kann man schon beim alltäglichen. Zum Beispiel lohnt es sich, wenn man im Internet shoppt auch mal nach Rabatten oder Gutscheinen zu schauen. Manchmal hat man Glück und es läuft gerade eine Aktion für einen Zalando Lounge Gutschein oder ähnliches. Weiter so!

  • Peter sagt:

    Ohne Haushaltsbuch ist es fast unmöglich seine Finanzen zu Überblicken.

    Besonders finde gut ist es wenn das digitale Haushaltsbuch mit dem Handy über eine App koppelbar ist, so dass direkt nach dem Geld ausgeben ein Eintrag über Ausgaben oder einnahmen gemacht werden kann.

  • Marcel sagt:

    Ich finde sparen auch manchmal wichtig. Hab mal eine Zeit lang alle Kosten für einen Monat in eine Excel Tabelle eingetragen. Man spart zwar schon, aber ich finde man ist dann so unbefriedigt weil man sich so an das sparen klammert.

  • Michael sagt:

    Gut erklärt und beschrieben, da findet jeder was der gerne Spart.

    Gruß: Michael

  • Ester sagt:

    Danke für die vielen Programm Tipps. Ich habe mein Haushaltsbuch bis jetzt immer „manuell“ auf einem Papier geschrieben. Werde das Programm aber mal ausprobieren.

    Wo ich in den letzten Jahren das meiste Geld gespart habe sind jedoch Versicherungen. Wie @Vergleicher schon sagte lässt sich da wirklich viel Geld sparen. Jedoch kann man auch schnell Geld nach einem Versicherungswechsel draufzahlen. Mit dieser Problematik und den 5 fatalsten Versicherungswechsel Fehlern habe ich mich auf meiner Seite in meinem eBook befasst: http://lastsimon.com/5-fehler

    Ich hoffe Heiko, ich konnte deinen Beitrag noch etwas ergänzen.

    Beste Grüße.

  • Richard sagt:

    Danke für die vielen Tipps zum Sparen. Ich hoffe da bleibt dann nächstes Semester noch mehr an Geld über :)

  • Paul sagt:

    Ich danke Ihnen für diese tollen Tipps. Eine schöne Liste an nützlichen Programmen zum Sparen haben sie da zusammengestellt. Ich werde diesen Beitrag auf jeden fall weiter empfehlen.

  • Jan sagt:

    Hallo, eine schöne Auflistung.

    Ich denke, es ist wichtig, dass die Programm einfach sind damit man am Ball bleibt. Sprich entweder direkt auf dem Smartphone alles registriert werden kann oder am Wochenende die Buchungen auf dem Konto nur noch verschiedenen Kategorien zugeordnet werden müssen. Je höher die Hürde, desto schneller gibt man auf.
    Viel wichtiger als das Programm ist daher in meinen Augen die Selbstdisziplin und das Ziel, einfach dran zu bleiben. Tipp: Halte dir vor Augen, was du erreichen möchtest.

    VG Jan

  • Sparer sagt:

    Finde die Auflistung der Programme eigentlich ganz gut. Da ist für jeden „Sparer“ etwas dabei. Dankeschön dafür.

  • Vergleicher sagt:

    Ein toller Ansatz, um Geld im neuen Jahr zu sparen ist es, die laufenden Kosten von Verträgen oder Versicherungen zu senken. Durch Vergleichsportale im Internet wird diese Arbeit wirklich einfach gemacht.
    Bei maximaler Ausbeute bei einem Vergleichsportal können Sie bis zu 1.000 Euro pro Jahr alleine bei Gas und Stromanbietern sparen. Dabei aber unbedingt auf die Zahlungsweise gucken. Tarife auf Vorkasse sind meist insgesamt günstiger, doch im Falle einer Insolvenz des Versorgers ist auch die geleistete Vorkasse futsch, so geschehen vor einigen Jahren bei TeldaFax.
    Bei Versicherungen ist noch einiges mehr drin. Dort können Sie allein durch die KFZ-Versicherung, Hausrat und Haftpflicht über 1.200 Euro sparen.

    Die Preise zu vergleichen kann sich also richtig lohnen und den Geldbeutel deutlich entlasten.

  • Mirko sagt:

    Hi Torben,

    wenn du Geld brauchst und eine LV hast, ist das doch gar kein Problem!? Du musst die LV deswegen nicht kündigen. Beleih sie doch einfach => https://www.policendirekt.de/policenkredit/lebensversicherung-beleihen.html
    So verlierst du durch eine Kündigung nicht unnötig Geld und kannst trotzdem das Studium finanzieren!!

    Viele Grüße

  • Manuela sagt:

    Schön und gut leider die Software kann nicht jeder anwenden, ich denke an Senioren. Ein Stück Papier, Bleistift oder Taschenrechner können auch helfen die Finanzen im Grift zu haben.

  • Danke für die tollen Tipps, ich werde jetzt wirklich mal ein Einkaufsbuch anfangen zu führen. Ich verwende auch eine Karte unserer Einkaufsgemeinschaft, bei der man am Ende des Monats noch einmal bis zu 2% sparen kann, dabei bekommt man Cash aufs Konto zurück überwiesen, und es gibt weitere Treuevorteile. Für mich ist es immer wieder ein gutes Gefühl dann eine Gutschrift auf meinem Konto zu sehen :-)

    Lg, Peter

  • Johannes sagt:

    Verträge und Abonnements liefen bei mir früher häufig zu lange, weil ich es versäumt hatte zu kündigen. Dafür nutze ich jetzt Aboalarm. Funktioniert auch per App. Man unterschreibt dann auf dem Smartphone / Tablet und Aboalarm versendet die Kündigung per Fax. Kostet ein wenig, aber das war’s mir bisher immer wert.

  • Marv sagt:

    Mh, irgendwie hatte ich das Sparproblem nie wirklich. Ich brauch nicht viel zum Glücklichsein und verdiene dazu recht gut, eine nette Kombi.

    Zu Studentenzeiten hatte ich nach Miete ca. 200€ pro Monat, das ging grad eben auf. Immer am Wochenanfang nen 50er abgehoben, das musste reichen. Vorteil von dem System ist, dass man schonmal am Ende der Woche für 2 Tage mit Leitungswasser, Nudeln mit Ketchup oder Resten aus dem WG Regal auskommt. Ne Woche am Monatsende ist das schwerer…

    Jetzt arbeite ich, und dramatisch hat sich mein Lifestyle nicht geändert. OK, Miete kost jetzt natürlich mehr als die Studentenbutze, gefeiert wird auch öfters oder spontan Städtereisen gemacht. Trotzdem sind am Monatsende immer noch über die Hälfte des Nettogehalts da.

    Wer weiß wofür es mal gut ist.

  • Janin sagt:

    also ich spare und Haushalte seit ca zwei Jahren sehr gut. Ich habe mir ein Konzept zusammen gestellt. Ich habe mir ein Budget für alles gegeben. Sei es im Bereich einkaufen, sparen, eigenes Taschengeld usw. Wenn man einkaufen geht, sollte man sich einen Plan machen, was man die Woche über die Woche über so essen mag.
    Ich arbeite in einem Einkaufscenter und ich bin es leid jeden Tag soviel Geld für Essen aus zugeben. Wenn man sich wie gesagt einen Einkaufsplan macht, kann man sich auch selbst gekochtes mit auf die Arbeit nehmen. Das spart einiges. Und wenn man sich mal was gönnt, geht das von meinem eigenen gesetzten Taschengeld ab. Ich schaue auch alle drei Tage auf mein Konto, vergleiche was ich noch habe und was schon weg gegangen ist an Rechnungen und was noch kommt. So habe ich meine Kosten im Blick und kann mein Geld nicht willkürlich ausgeben. Zusätzlich spare ich jeden Monat 50€. So habe ich mein Bett gekauft ohne Raten. :)

  • Maria sagt:

    @Nena: Schöne Idee, aber nichts für ungut: Wenn man arbeitet kann man mit 50€/Woche für gewöhnlich nicht mal sein Essen bezahlen. Außer man arbeitet von zu Hause aus und kocht selbst.

  • Nena sagt:

    Man sollte sich mal bewußt werden was man sich alles in seine vier Wände alles anschleppt was dann nach einigen Tagen den Reiz verliert und es uns dann die Luft zum Atmen nimmt! Sei es ein neues Einrichtungsstück, Lebensmittel, ein neues elektronisches Gerät wie auch immer!
    Bei Lebensmitteln ist es ganz wichtig dass man nichts wegschmeißt sondern sich im Vorfeld Gedanken macht was man sich kocht und nur das einkauft was man braucht! Wir haben Geschäft an jeder Straßenecke, wir werden schon nicht verhungern. Der Hartz 4 Satz für Lebensmittel und Hygiene liegt bei einem Erwachsenen bei etwa 32 € die Woche. Wenn man arbeitet und genug Geld zur Verfügung hat (abzüglich der Fixkosten und Sparrate für unregelmäßige Kosten ) kann man ja versuchen mit 50 € die Woche auszukommen!
    Klar soll man sich auch mal was gönnen nur sollte es alles im Rahmen der eigenen Möglichkeiten sein und unter Berücksichtigung möglicher zeitnaher Kosten! Ich brauche mir nicht das neueste Handy zu kaufen wenn ich weiß dass ich nächsten Monat eine hohe Zahnarztrechnung zahlen muss.