NEON #02/2015

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Lieber Leserinnen und Leser,

endlich mehr Sport treiben, den Job kündigen, eine neue Sprache lernen, nach Südamerika reisen: Warum fällt es oft so schwer, einmal gefasste ­Pläne in die Tat umzusetzen? Fehlt uns der Mut? Sind wir zu gemütlich? Die Titelgeschichte »Tu es!« von NEON-Autor Alard von Kittlitz ist ein Plädoyer dafür, sein ­Leben in die Hand zu nehmen, es einfach zu ändern. Er schreibt: »Jung sein bedeutet eben auch, aus Mangel an Ver­antwortung verantwortungslos han­deln zu dürfen. Es ist unser Privileg, das Begonnene fallen lassen und dem Leben eine neue Richtung geben zu können.« An alle, die mal wieder zögerlich sind: Diesen Text lesen! Es wirkt.

Wer 2015 mit einer neuen Liebe ­beginnen möchte: einfach Seite 56 aufschlagen. Den hübschen ­Hintergrund der »Ehrlichen Kontaktanzeigen« gestaltete die Illustratorin Alexandra Kaserbacher.

Sven Creutzmann hat für uns die Küche des sozialistischen Kuba foto­­grafiert, das es so vielleicht schon bald nicht mehr geben wird. Eine Erkenntnis aus unserer Reisegeschichte: Obstsalat kann eine Vorspeise sein. Die Papaya- und Mangoenzyme helfen, das darauf­folgende fettige Essen besser zu ­verdauen.

Im September 1991 griffen Neo­nazis in Hoyerswerda tagelang Ausländer an. Jetzt steht in der sächsischen Stadt ein neues Flüchtlingsheim. Unsere Reporterin Kristiana Ludwig hat es immer wieder besucht. Eines Nachts klingelte ihr Handy. Ein Heimbewohner war dran: Ein Mann habe versucht, sein Fenster ­ein­zuschlagen.

NEON-Autor Lars Weisbrod sprach mit Small-Talk-Experten. Auf einer Party wurde ihm klar, dass auch die besten Tipps manchmal nichts bringen. Eine Frau sprach er mit den Worten »Und, alles gut bei dir?« an, worauf sie sich abwendete und »Komische Frage« murmelte.

Katharina Poblotzki hat die Unter­wäschemodestrecke in ihrem Loft in Brooklyn fotografiert. Ihr Freund Greg ist auch zu sehen. Er war so aufgeregt, dass sie ihm die ­roten Ohren schminken musste.

Liebe Grüße,
Eure NEON-Redaktion

NEON Redaktion
NEON Redaktion Seit 2003 schreiben wir über alles, was junge Menschen interessiert.
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  • Thomas sagt:

    Es ist nicht immer so leicht, komplett neu anzufangen. Aber wer sich traut, hat meinen Respekt.

  • Jürgen sagt:

    Toll wenn sich jemand sowas traut.

  • Daniel sagt:

    Ich denke dem Autor geht es darum, dass man nicht alles sofort übers Bord wirft sondern langsam vorankommt, dass sich die Psyche mit der Zeit an die Veränderungen gewöhnt. Man kann das mit dem Sport vergleichen, klar kann man als untrainierter 10km packen. Aber wenn man trainiert am besten mit den Erfahrenen, und genug Geduld aufbringt dann klappt es.

  • Peter sagt:

    Gut, solange man noch Jung ist und keine Familie hat finde ich den Gedanken prima. An fehlendem Mut würde es bei mir nicht liegen, aber die Familie geht in meinem Fall vor.

  • Lisa sagt:

    Hallo!
    Ich bin sehr dankbar über den Artikel „Kommt gar nicht in die Tüte!“ von Jakob Schrenk. Das ständige Gelaber von Freunden, der nie zu enden scheinende Hype über’s Kiffen.. ich bin genervt! – Bin ich wirklich die Einzige die kein Interesse an Drogen hat? Haben es die Anderen so nötig? Sind die Anderen nur Mitläufer, die auch endlich „cool“ sein wollen? Ich verstehe es nicht. Wirklich. Ich gebe es offen zu. Und, ja, ich finde es erbärmlich, dass man stolz darauf ist, zu kiffen! Von dem psychischen Folgen fange ich gar nicht erst an..
    Also NEON (und Herr Schrenk): danke für o.g. Artikel, der mir aus der Seele spricht!

  • lavish sagt:

    was ich will ist nicht immer deckungsgleich mit dem was ich kann. das große ganze umgewerfe, jetzt aber, und jetzt alles anders ist in der regel zuviel. wenn man es muss, dann geht es besser. da sind die bedingungen aber auch anders.
    die große durchschlagskräftige veränderung muss man planen, damit der kopf auch mitkommt. und ich glaube, das schreckt die meisten an der umsetzung ab.

  • Nicole sagt:

    Leider ist es nicht bei jedem so einfach alles hin zu schmeißen und abzuhauen. Klar, man kann mit stolz behaupten, dass man es getan und geschafft hat. Aber leider benötigt man außer Mut auch noch so einige andere Sachen, um so etwas zu durchzuziehen.

  • Bibi sagt:

    Ich denke, es liegt daran, dass viele zu bequem sind, sich von alten Gewohnheiten zu lösen und aus der Komfortzone zu treten. Die Idee klingt oft spannender als die Umsetzung und das Ziel wird gewünscht, jedoch nicht der Weg. Die meisten rechtfertigen ihren fehlenden Ehrgeiz mit „ich könnte ja“ oder „irgendwann mal“. Es fehlt die konkrete Zielsetzung und aufrichtige Bereitschaft.