Links der Woche #69

Diesmal u.a. mit Zugbotschaften, Wut aus St.Pauli und einer ungewöhnlichen Stellenanzeige.

Schlagzeilen machte der Freistaat Sachsen in den vergangenen Wochen vor allem mit Hass gegen Flüchtlinge. Doch es geht auch anders: Eine Willkommensgeste in Form eines arabischen Schriftzuges konnte man auf einer S-Bahn durch Dresden fahren sehen. Mit dem Schriftzug »ahlan wa sahlan« – also »Herzlich Willkommen« – setzten zwei Graffiti-Sprayer ein Zeichen gegen den Hass.

willkommen


Nachricht an den Fahrraddieb: Ein Bestohlener macht seinem Ärger Luft mit einer Botschaft, die so nur aus St. Pauli kommen kann.

fahrradddieb


Stellenanzeigen sind in der Regel sehr sachlich gehalten. Eine etwas unkonventionellere Annonce hingegen konnte man in den vergangenen Tagen vor einem Restaurant in Leipzig entdecken.

leipzig


Wer auf der Straße lebt, lernt Städte von ihrer rausten Seite kennen. Damit sie die Chance haben, ihre Sicht auf die Stadt zu zeigen, bietet die gemeinnützige Organisation Cafe Art ihnen die Möglichkeit, sich per Fotografie kreativ auszudrücken. Cafe Art hat daher 100 Einwegkameras an Obdachlose in London verteilt. Der Kalender »My London 2016« sammelt die Bilder der Wohnungslosen:

Tyre Break

“Tyre Break” von Desmond Henry

Colour Festival

“Colour Festival” von Goska Calik


Puzzeln war gestern. Peter Breuer hat im Backregal seines Supermarktes ein »LED-Display« zum selber bauen gefunden.  Für verregnete Sonntage zum Beispiel.


George Redhawk ist blind und macht trotzdem Kunst. Bilder, die in seinem Kopf entstehen, erweckt er in Form von GIFs zum Leben. Mithilfe von Computer-Programmen animiert er Fotos und schafft faszinierende, surreale Welten. 11


Damit die Worte nicht fehlen: Helfer, die sich mit Flüchtlingen austauschen wollen, haben selten einen Arabisch-Crashkurs belegt. Langenscheidt zeigte sich solidarisch und gewährt online freien Zugriff auf sein Deutsch-Arabisch-Wörterbuch. Die meistgesuchten Begriffe hat der Verlag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. Darunter »Liebe« – und »Aal«.

lang


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Zülal Yildirim
Zülal Yildirim muss immer ihren Nachnamen buchstabieren, befürwortet Lakritz, sammelt Band-Shirts, mag Tarantino-Filme und macht auch gern Radio.
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